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  • Kritik: Spottiswoodes Action-Film mit Schwarzenegger

    Was ist besser als Arnold Schwarzenegger in einfacher Ausfertigung? Natürlich Arnold Schwarzenegger gleich zweifach! Nichts anderes ist die Grundidee des amerikanischen Action-Films "The 6th Day".

    Regisseur Roger Spottiswoode präsentiert in dem zweistündigen Spektakel das so langsam in die Jahre kommende Muskelwunder in einer Doppelrolle, die indessen nur auf einen Namen hört, nämlich den des braven Familienvaters Adam Gibson.

    Dieser gerät versehentlich in ein Experiment mit dem Klonen von Menschen. Das hat zur gänzlich unbeabsichtigten Folge, dass sich Adam bald selbst gegenübersteht und der Platz im Bett neben seiner netten Ehefrau plötzlich von Adam II eingenommen wird. Es ist ohnehin schon für jeden Mann ein Schock, wenn er von des Tages Arbeit ins traute Heim zurückkehrt und sehen muss: Mich braucht hier keiner mehr, denn jetzt ist ein anderer da. Wie viel größer jedoch dieser Schock, wenn der neue Herr im Haus haargenau dem alten gleicht.

    Warum das so gekommen ist, versucht eine reichlich konstruierte Handlung zu begründen, über deren Glaubwürdigkeit besser nicht weiter nachgedacht werden sollte. Sie ist auch nur Vorwand dafür, möglichst viel Action ins Bild zu bringen. Denn ohne diese kann offenbar nicht geklärt werden, wer denn nun der echte Adam Gibson am rechten Platz ist. Aber wer unseren kernigen Steiermärker Arnie kennt, wird keinen Zweifel über den Ausgang des Duells zwischen dem Original und seinem Klon haben. Nicht zuletzt geht es ja auch um die Rettung des amerikanischen Familienidylls, und da kennt Hollywoods Kino fürs ganz große Publikum keinen Pardon.

    Allerdings ist der neue Schwarzenegger-Streifen in den USA mit sehr enttäuschenden Besucherzahlen angelaufen. Das dürfte zum einen daran liegen, dass Arnie ganz einfach seine beste Zeit hinter sich hat und sich das auch langsam eingestehen sollte. Zum anderen aber will es dieser Film "The 6th Day" mit allen Mittel allen recht machen, was eben nur selten und in diesem Fall nicht gelingt. Action ist dabei, etwas Humor, wenig Spannung, ein paar nette Sprüche des Stars, ein bisschen Konflikt. Aber das ergibt keine überzeugende Mischung, sondern wirkt steril und sieht nach filmischer Konfektionsware aus.

    Schwarzenegger, das zeigten schon seine letzten Filme, will dem Publikum offenbar lieber gefallen als imponieren. Aber bei seinen bescheidenen schauspielerischen Fähigkeiten, die sich so deutlich unterscheiden von seiner körperlichen Attraktion, ist das ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. Der Kreis derer, die einen vom Erfolg satt gewordenen "Terminator" mit Vorruhestandssehnsüchten sehen wollen, dürfte begrenzt sein. "The 6th Day" wird geschworene Arnie-Fans nicht befriedigen, neue aber nicht gewinnen.

    Wolfgang Hübner , AP

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