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  • Kritik: Spielbergs Ameisen-Fabel: Frischer Wind im Animationsfilm

    Der Held heißt Z, ist eine Ameise und der Star des Trickfilms "Antz". Nicht zuletzt deshalb, weil der Oscar-Preisträger Woody Allen ihm seine Stimme lieh. Nach erfolgreichem US-Start soll das zweite computeranimierte Werk der Filmgeschichte nun auch das deutsche Kinopublikum in Staunen versetzen.

    Der ehemalige Disney-Manager Jeffrey Katzenberg und sein Partner Steven Spielberg gingen mit der Ameisengeschichte neue Wege. Nicht nur vom Zeichentrick, sondern auch von "Toy Story", dem ersten Animationsfilm aus dem Computer, unterscheidet sich ihre Produktion beträchtlich. "Wir wußten von Anfang an, daß dies kein Film für Vierjährige wird", sagt Eric Darnell. Sein Regie-Partner Tim Johnson konkretisiert: "Und daß wir nicht diese niedlichen Nebenfiguren einbauen würden oder große Sing- und Tanzszenen."

    Die für Disney typischen und dort häufig überstrapazierten Sequenzen dieser Art gibt es in "Antz" tatsächlich nicht. Statt dessen haben eine Tanzszene und einige wenige humorvoll eingesetzte Songs um so größere Wirkung. Auch auf die gewohnt kitschige Disney- Farbpalette wurde verzichtet, optisch wohltuend ist der frische Look von "Antz". Und statt niedlicher Nebenfiguren gibt es zwei herrlich giftige Wespen - im Original eine Glanzleistung von Dan Aykroyd als Chip und Jane Curtin als Muffy.

    Das perfekte Verschmelzen der Schauspieler mit ihren Figuren gelang auch bei Sylvester Stallone als Soldatenameise, Gene Hackman als dessen Vorgesetzten und Sharon Stone als Ameisenprinzessin, die in der deutschen Fassung von ihren sonst üblichen Sprechern synchronisiert werden. Die Kunst der Animatoren, das Charakteristische des Sprechers auf die kleinen Tierchen zu übertragen, fand in Woody Allens neurotischer Arbeiterameise Z ihren Höhepunkt - von der typischen Bewegung über liebenswert-vertraute Ticks bis hin zum Augenaufschlag.

    Eine unter Abermillionen anderen Ameisen zu sein, macht Z so zu schaffen, daß er in psychiatrischer Behandlung ist. Immer schuften und die eigenen Belange hinter denen der Gemeinschaft zurückzustellen - Z fühlt sich völlig unbedeutend. Bis er sich in Prinzessin Bala verliebt. Die üblen Machenschaften ihres Verlobten General Mandible lassen Z zum Revolutionshelden werden, denn er hat ein besseres Ameisenleben vor Augen. "Insektopia" nennen die Krabbeltiere jenes Paradies: Einen Abfallkorb im Central Park in New York, das Schlaraffenland für Insekten. Doch auch dort ist das Leben nicht frei von Gefahr. Unter Einsatz seines Lebens rettet Z Prinzessin Bala und später den gesamten Ameisenstaat - in packenden Action-Szenen.

    Silke Weiss, dpa

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