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  • Kritik: "Species":

    Hamburg (dpa). Die härteste Arbeit für den Science-fiction-Film "Species" wurde nicht am Drehort von Schauspielern geleistet. Die wichtigsten Männer der schaurigen Zukunftsvision von Roger Donaldson waren Kulissenbauer, Effekt-Spezialisten und Designer, unter ihnen H.R. Giger, der auch für die Monster in "Alien" verantwortlich zeichnete. "Es war ein seltsames Gefühl", meint das Ex-Model Natasha Henstridge über ihr Schauspieldebüt in "Species", "während der vier Monate am Set nicht die leiseste Ahnung zu haben, wie der fertige Film wohl aussehen könnte."

    Die Story an sich ist schnell erzählt: Aus dem All empfangen amerikanische Wissenschaftler Signale fremden Lebens, darunter einen DNS-Code, den sie, fataler Neugier folgend, sogleich mit menschlichen Genen kreuzen. Ergebnis ist das Mädchen Sil (Henstridge), ein schönes, gefährliches Geschöpf. Ihr Ausbruch aus dem Laboratorium könnte, Vermehrung vorausgesetzt, das Ende der Menschheit bedeuten. Die Jagd auf Sil beginnt. Und Regisseur Donaldson ("No Way Out", "Cocktail") schreckt dabei weder vor lapidaren Dialogen, blutigen Massakern oder abgegriffenen Drehorten zurück.

    Stützen kann er sich bei seinem mit scheußlichen Wesen wohlbestückten Werk vor allem auf eine Riege namhafter Darsteller. "Oscar"-Preisträger Ben Kingsley, Michael Madsen, Alfred Molina und Forest Whitaker stellen das Verfolgerteam. "Eine tolle Erfahrung für mich", erinnert sich Newcomerin Henstridge an die Tage mit den Stars. "Endlich konnte ich mit Leuten arbeiten, die ihren Job lieben und nicht den lieben langen Tag über ihn klagen."

    Die ersten Schritte ihrer Karriere hat Natasha Henstridge nicht vor der Filmkamera, sondern als hochbezahltes Model auf dem Laufsteg getan. "In beiden Jobs mußt du höllisch aufpassen, wenn du Verträge unterschreibst und deine Kontoauszüge prüfst", vergleicht die Blondine mit routiniertem Lächeln. Die Rolle des schönen Biests in "Species" sei ihr dennoch nicht allzu schwer gefallen: "Auch Sil ist ja etwas naiv, oft sehr einsam und ein bißchen traurig - alles Dinge, die ich aus den ersten Jahren meines Model-Jobs sehr wohl kenne."

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