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  • Kritik: Spaß für die ganze Familie

    Der gute alte Familienfilm mit echten Tieren ist angesichts der Übermacht der Computeranimation fast schon in Vergessenheit geraten. Doch hier ist jetzt er wieder: mit der Geschichte von einem Zebra, dass von Siegen auf der Pferderennbahn träumt.

    Der gute alte Familienfilm mit echten Tieren ist angesichts der Übermacht der Computeranimation fast schon in Vergessenheit geraten. Doch hier ist jetzt er wieder: mit der Geschichte von einem Zebra, dass von Siegen auf der Pferderennbahn träumt.

    Die Hauptdarsteller von «Im Rennstall ist das Zebra los» sind echte Tiere - Pferde, Pony, Ziege, Hund, Hahn und sogar ein Pelikan, die aber mit ihren computeranimierten Schnauzen und Schnäbeln so natürlich reden können wie Menschen.

    Die deutschen Zuschauer profitieren von den Stimmen prominenter Schauspieler wie Mario Adorf, Heiner Lauterbach, Iris Berben, Ottfried Fischer oder Moritz Bleibtreu. Und Quizmaster Günther Jauch machte das kleine Zebra mit seiner ersten Synchronrolle endgültig zu einem netten putzigen Kerlchen. Weitere Höhepunkte sind die Comedy-Stars Oliver Pocher und Christian Tramitz als zwei nervtötende Pferdefliegen und die Sängerin Jeanette Biedermann als schöne weiße Stute Sandy (Lästermaul Pocher: «Passte perfekt, stimmlich»).

    Der Film macht Spaß, auch wenn er leicht vorhersehbar für jeden ist, der mehr als drei solcher Geschichten gesehen hat. Das Zebra Stripes (Streifen) kommt noch als Baby durch Zufall auf den Hof des Farmers Nolan Walsh. Und die heruntergekommene Farm liegt direkt neben einer großen Rennbahn. Gierig beobachtet Stripes die schönen, schnellen Pferde und träumt von einer Rennkarriere - und wird natürlich nur ausgelacht. Aber die Ziege Franny und das alte Pony Tucker lassen ihn nicht aufgeben - und schließlich war der Farmer (Kennedy-Darsteller Bruce Greenwood aus «Thirteen Days») einst ein erfolgreicher Pferde-Trainer, bevor er die Flinte ins Korn warf.

    Beeindruckend ist der Aufwand, mit dem der Film (Originaltitel: «Racing Stripes») in rund zwei Jahren Arbeit produziert wurde. Auf einer verlassenen Farm in Südafrika wurden Gebäude neu gebaut, mehrere Kilometer Zäune und Tribünen für mehr als 1000 Zuschauer auf einer zuvor kleinen Rennbahn. Dafür waren 50 Lkw-Ladungen Baumaterial nötig.

    Noch viel komplizierter war allerdings die Arbeit mit echten Tieren. Denn Computeranimation hin oder her, die vierbeinigen und gefiederten Darsteller mussten tatsächlich die richtige Position im Bild einnehmen, den Kopf nach links oder rechts drehen und genau das machen, was von ihnen verlangt wird. Deshalb wurde allein Stripes von acht Zebras gespielt - jedes auf bestimmte Aktionen getrimmt. 90 Pferde waren nötig - und ihnen musste erst einmal begebracht werden, sich in Gegenwart eines Zebras ruhig zu verhalten.

    Mehr noch: Zebras können zwar schneller beschleunigen, ein Pferd ist aber in der Spitze um rund 15 Kilometer pro Stunde schneller. Den Pferden musste also beigebracht werden, nicht mit vollem Tempo zu laufen, aber so, dass es trotzdem nach höchster Anstrengung aussah. Eine besondere Leistung war die Arbeit mit dem Pelikan Mr. Penelican - «dem Tom Cruise der Pelikane», wie ein Produzent bemerkt. Der Vogel schaffte es, auch aus 180 Metern Entfernung die vorgegebene Landemarkierung zu treffen.

    Günther Jauch will unterdessen Kino-Erfahrungen dieser Art vorerst rar halten. Abgesehen davon, dass es ziemlich schwer gewesen sei, die Bewegungen des Zebra-Mauls beim Sprechen zu treffen, sei er schließlich kein Schauspieler, gibt der Gastgeber von «Wer wird Millionär?» zu bedenken. «Für ein Zebra hat es gerade noch gereicht.»

    dpa

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