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  • Kritik: Spannungsloser Agentenfilm mit Michael Douglas

    Filme über ein Mordkomplott gegen den US- Präsidenten gibt es nun wirklich zu Hauf: Der Agentenfilm «The Sentinel - Wem kannst du trauen?» ködert vor allem mit den Stars Kiefer Sutherland, Michael Douglas und Kim Basinger, entpuppt sich aber schnell als spannungslose und in ihren Handlungssträngen nicht immer aufgelöste Geschichte. Douglas («Basic Instinct») spielt nicht nur den Hauptpart als Geheimagent Pete Garrison, der die Präsidentengattin (Kim Basinger) beschützt - und liebt.

    Er hat diese Big-Budget-Verfilmung des Romans von Gerald Petievich auch mitproduziert. Als angegrauter Agent macht Douglas im schnieken Anzug und mit schnittiger Sonnenbrille allenfalls in der Rolle des heimlichen Liebhabers der Frau des Präsidenten eine gute Figur. Wenn Action angesagt ist, geht Garrison dagegen schnell die Puste aus. Als er unter Mordverdacht von seinem Kollegen und früheren Schützling David Breckinridge (Kiefer Sutherland) gejagt wird, muss er immer wieder verschnaufen.

    Diese Schnitzeljagd mit viel kriminalistischen Details lässt an Harrison Fords blendende Leistung in «Auf der Flucht» denken, aber frustriert letztlich mit einem drögen Drehbuch (George Nolfi), das auch die großen Stars mit ihrem meist soliden Spiel nicht retten können. Garrison ist eine Legende im Secret Service, weil er sich vor mehr als 20 Jahren in die Kugeln eines Attentäters warf und so dem Präsidenten das Leben rettete. Als es nun erstmals in der Geschichte des Geheimdienstes einen Maulwurf in den Reihen der Agenten gibt, gerät ausgerechnet er unter Verdacht.

    Es ist Garrisons Verhalten, das ihn verdächtig macht. Was er zu verbergen hat, sind aber keine Mordpläne, sondern lediglich die Affäre zur First Lady Sarah Ballentine, die Basinger («9 1/2 Wochen») mit wenig Erotik, aber viel Würde spielt. Beide werden erpresst. Die Handlung ist vor dem Hintergrund der bekannten Sexaffäre von Ex- Präsident Bill Clinton mit seiner Praktikantin Monica Lewinsky unspektakulär und hat eher das Zeug für eine Seifenoper als für einen Thriller. Da mögen die vielen von echten Agenten betreuten Actionszenen und das Vokabular noch so realitätsnah sein. Aufgelöst wird die Love-Story in dem Film jedenfalls nicht.

    Breckinridge und seine Assistentin Jill Marin, glaubhaft gespielt von der betörend schönen und aus der TV-Serie «Desperate Housewives» bekannten Eva Longoria, finden heraus, dass doch ein anderer hinter den Mordplänen stecken muss. In Wahrheit sind es Ex-KGB-Agenten, die noch einen anderen Agenten erpressen. Sie beschießen den Hubschrauber des Präsidenten mit einer Rakete. Es gibt eine wilde Schießerei in einem Einkaufszentrum und jede Menge Agentenjargon. Doch helfen alle Bemühungen von Regisseur Clark Johnson mit blitzschnellem Zoomen, ruckeligen Kameraschwenks, überlagerten Bildern und wilden Schnitten dem Film nicht über das insgesamt gebremste Tempo hinweg.

    Ulf Mauder, dpa

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