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  • Kritik: Spannend gemachter GruselThriller mit Hilary Swank

    Zehn Plagen schickte Gott in der Bibel, um die Menschen zu strafen. In dem Film «The Reaping - Die Boten Apokalypse» versetzen neue Plagen ein kleines Städtchen der US-amerikanischen Südstaaten in Angst und Schrecken.

    Ein Fall für Hilary Swank. Die doppelte Oscar-Gewinnerin («Million Dollar Baby») kämpft in dem spannenden Grusel-Thriller gegen das Übel - und gegen die Menschen, die es auf die Erde gebracht haben. Im Alten Testament wird Wasser ungenießbar. Frösche, Mücken, Fliegen, Heuschrecken, Hagel, Finsternis, Seuchen und Geschwüre verbreiten Krankheit und Tod, alle Erstgeborenen sterben.

    Neuzeitlich würde man die meisten dieser Phänomene als Umweltkatastrophen oder Epidemien einordnen. Doch gerade der analytischen Erklärung verweigert sich die Filmstory, hier ist Übernatürliches im Spiel. Dabei sind die Dreharbeiten im amerikanischen Süden durch den Hurrikan Katrina selbst gehörig verwirbelt worden. Etliche Mitglieder des Crew verloren ihr Zuhause.

    Verbirgt «The Reaping» (deutsch: Die Ernte) in der Regie von Stephen Hopkins vielleicht doch einen Aufruf zum Handeln gegen Ökodesaster und Klimawandel? «Nein», wehrt Hilary Swank im Interview entschieden ab. «Das ist ein gruseliger, übernatürlicher Thriller. Der Film macht keine Aussagen über unsere Wirklichkeit.»

    Swank spielt die Wissenschaftlerin Katherine Winter, die den verschiedensten religiösen Phänomenen und «Wundern» mit strengem Forscherblick auf den Grund geht. Sie entlarvt weinende Madonnen ebenso als Humbug wie die angeblich heilende Wirkung eines ekeligen Schleims, der die Leiche eines Priester vor dem Verwesen bewahrt. Doch als sie in einen kleinen Ort in den Südstaaten der USA gerufen wird, dessen Flusswasser sich in Blut verwandelt hat, gerät die ehemalige Missionspastorin an die Grenzen der Logik.

    Das Vieh verendet, die Steaks auf dem Grill werden von Maden zerfressen, Kirchgänger von pestartigen Geschwüren befallen. Die Menschen in dem Städtchen machen ein kleines Mädchen für die Heimsuchungen verantwortlich und wollen das Kind töten. Für Katherine Winter beginnt eine Reise ins Grauen und in den Schmerz eigener Erinnerungen. Denn die Expertin hat ihre eigene Tochter in einer Missionsstation in Afrika durch einen Ritualmord verloren und muss ihren Glauben wiederfinden, um sich selbst und ein Kind zu retten. «Es liegt in der menschlichen Natur, den eigenen Glauben in Frage zu stellen», sagt Hilary Swank.

    Der von dem Erfolgs-Produzenten Joel Silver («Matrix») produzierte Film verzichtet auf extreme Gewaltdarstellungen und bekommt seine Spannung vor allem aus einer durchaus überraschenden Story und von glänzenden Darstellern. Neben Swank sind unter anderem Stephen Rea und David Morissey mit von der Partie. Extrem realistisch sind die «Plagen» gelungen: Gefräßige Heuschrecken, wimmelnde Maden, platzende Frösche garantieren Action mit hohem Ekelfaktor. «Das meiste waren Spezialeffekte. Aber einige der Insekten musste ich schon auf der Haut haben», berichtet Swank. «Zum Glück habe ich keine Phobie.»

    Karin Zintz, dpa

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