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  • Kritik: Smarte Maus erobert Menschenfamilie

    Der kleine George Little (Jonathan Lipnicke) wünscht sich einen Bruder. Einen kleinen wolle er, keinen großen, ruft er seinen Eltern (Geena Davis und Hugh Laurie) noch nach, als sie zum Waisenhaus aufbrechen, um einen Jungen zu adoptieren.

    Dass sie seinen Wunsch derart wörtlich nehmen, hatte George nicht erwartet: Ein winziger Mäuserich erwartet ihn zu Hause, in karierter Jacke, mit entwaffnendem Augenaufschlag und sehr verlegen. Aber wie soll denn der mit ihm Fußball spielen?

    Der kleine Stuart hat ein großes Herz und ist glücklich über seine Adoption. Endlich hat er ein Zuhause und mit den Littles eine richtige Familie. Doch sein enttäuschter Bruder begegnet ihm zunächst mit Abneigung. Die Verfilmung des Kinderbuchs "Little Stuart" von dem amerikanischen Autor E.B. White war in den USA ein großer Erfolg. Allein in den ersten fünf Wochen spielte der 100 Millionen Dollar teure Film dort dem Verleih zufolge 110 Millionen Dollar ein.

    Regisseur Rob Minkoff, der schon mit "Der König der Löwen" ein Millionenpublikum fand, hat als kleiner Junge das Kinderbuch gelesen und bei Stuarts Abenteuern mitgefiebert. "Er ist so furchtlos, und er hat ein großes rotes Cabriolet. Das ist toll für kleine Jungen", sagt er. Zum ersten Mal sei ein Tier in den Mittelpunkt eines Films gestellt, das vollständig von Computern geschaffen wurde, erläutert Minkoff. Jedes Haar, jede Falte bis hin zum Glanz des Fells stellte die Animatoren vor neue Herausforderungen. Stuart sollte in jeder Hinsicht glaubwürdig sein.

    Zum Zusammenspiel zwischen den Schauspielern und der Maus gesteht Minkoff: "Als Regisseur muss man die ganze Zeit über Versprechungen machen: Dass die Schauspieler an eine Figur glauben sollen, die sie während des Drehs nicht sehen. Nur in dem Maß, wie die Schauspieler an Stuart glauben, glauben auch die Zuschauer an ihn."

    Oscar-Preisträgerin Geena Davis fühlte sich "manchmal ein bisschen albern" dabei, mit ihrer leeren Handfläche zu sprechen. Lediglich ein roter Laserpunkt gab den Schauspielern zuweilen eine Orientierung, wo die clevere Maus sich gerade befindet. Davis, die vor allem durch den Film "Thelma und Louise" (1991) berühmt wurde, bezeichnet es als eine Herausforderung, die Mutter einer Maus zu spielen. "Ich möchte gern alle Genres ausprobieren. Das Kostümdrama fehlt mir dabei noch. Ich bin froh, dass ich flexibel bleiben kann."

    Rob Minkoff weiß, dass der Erfolg seines ersten Films "Der König der Löwen" die Messlatte aller künftigen Arbeiten bleiben wird. Er nimmt es gelassen. "Als ich mit dem Golfspielen anfing, hatte ich eine unglaublich gute Serie. Das habe ich seitdem nie wieder geschafft, aber ich höre nicht auf, darauf zu warten."

    Anja Bengelstorff, dpa

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