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  • Kritik: Seichter Spaß mit wenig Pfiff

    Hamburg. Lanie Kerrigan (Angelina Jolie) hat scheinbar alles, um glücklich zu sein: Einen aufregenden Job beim Fernsehen, einen Baseballstar zum Freund, eine schicke Wohnung und für jeden Tag ein neues Kostümchen im Schrank.

    Doch als ein Obdachloser ihren nahen Tod voraussagt, bricht ihre heile Welt wie ein Kartenhäuschen zusammen: Lanie muss feststellen, dass in ihrem oberflächlichen Leben nichts wirklich Bedeutung hat. Panisch beginnt sie, ihre scheinbar perfekte Existenz zu hinterfragen und sucht nach dem Sinn des Lebens jenseits des gestylten Yuppielebens.

    Simple Story liefert nur banale Lebensweisheiten

    Doch in dem Film "Leben oder so ähnlich" von Regisseur Stephen Herek gibt es natürlich einen netten Kollegen, der Lanie vor der Verzweiflung über ihr sinnloses Leben rettet und sie auf den wahren Weg der Tugend führt. Der bodenständige Kameramann Pete (Edward Burns) pfeift auf Modetrends (sieht aber trotzdem unheimlich gut aus) und kümmert sich rührend um seinen sechsjährigen Sohn. Schon nach wenigen Tagen - schließlich läuft ihre Zeit ab -, verfällt Lanie dem Naturburschen, den sie früher nie leiden konnte. Sie fängt wieder zu rauchen und zu trinken an und genießt fortan ihr Leben.

    Obwohl die beiden Hauptdarsteller Angelina Jolie und Edwards Burns sich redlich Mühe geben, schaffen sie es nur in Ansätzen, dieser seichten Liebeskomödie Leben einzuhauchen. Dafür ist die Story zu simpel gestrickt und mit banalen Lebensweisheiten versehen (Pete: "Es gibt noch ein paar Dinge, die sind wichtiger als Arbeit"). Der Höhepunkt der Peinlichkeiten ist ein Auftritt Lanies vor streikenden Busfahrern, mit denen sie vor laufender Kamera "Satisfaction" von den Stones anstimmt - und die ganze Stadt jubelt ihr zu.

    Botschaft: Entscheide dich zwischen privatem oder beruflichem Glück

    Wie schon in seiner Showbusiness-Komödie "Rockstar" vertritt Herek die These, dass beruflicher Erfolg und ein glückliches Privatleben nicht zu vereinbaren sind - besonders für Frauen. Zum Beweis interviewt Lanie ihr großes Vorbild, TV-Ikone Deborah Connars (Stockard Channing). Unter Tränen gesteht diese ihrer jungen Kollegin, dass sie für ihre Karriere auf ihre große Liebe verzichtet hat. Damit ist für Lanie klar, wie sie mit dem verlockenden Angebot eines großen Fernsehsenders umzugehen hat.

    Carola Große-Wilde, dpa

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