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  • Kritik: Sehenswertes Kräftemessen

    Wenn Colin Farrell und Al Pacino in "Der Einsatz" die Kräfte messen, dann trifft ein impulsives Greenhorn auf einen absoluten Meister seiner Branche. Während Farrell erst seit zwei, drei Jahren bei den wirklich Großen Hollywoods mitspielen darf, gehört Al Pacino schon lange dazu. Der 63-jährige Megastar spielt in Roger Donaldsons Thriller in gewohnt fantastisch-diabolischer Manier.

    Walter Burke (Al Pacino) ist ein alter Hase der "Agency": Der CIA-Veteran gibt sich undurchsichtig, überlegen, hart und oftmals ungerecht, besonders in der Ausbildung junger Anwärter, die auf der so genannten Farm für den Agentenalltag gedrillt werden sollen. Als er den Elite-Uni-Absolventen und Computer-Crack James Clayton (Colin Farrell) rekrutiert, ist der zunächst wenig begeistert. Beim CIA, so behauptet er selbstsicher, gebe es lediglich "einen Haufen alter, weißer Knacker, die pennen, wenn man sie mal braucht".

    Auftrag entpuppt sich als doppeltes Spiel

    Nichtsdestotrotz - vielleicht aus Neugierde, vielleicht aus Naivität - folgt er Burke ins Ausbildungslager auf die Farm. Nur, um dort nach fast menschenunwürdigem Training als ungeeignet wieder entlassen zu werden. Doch seine Entlassung, erklärt ihm Burke später, sei nur Ablenkungsmanöver gewesen. In Wahrheit solle Clayton als Undercover-Agent für Burke arbeiten und ausgerechnet die Frau (Bridget Moynahan) als Spionin entlarven, in die er sich auf der Farm verliebt hatte.

    Dass sich der Auftrag als doppeltes Spiel entpuppt, dass Al Pacino als Burke den Atem des Teufels hinter seinem Kinnbart hervorhaucht - all das ahnt der Zuseher schnell. "Der Einsatz" ist ein solider Thriller, mit verblüffenden Einfällen und einem interessanten Blick hinter die CIA-Kulissen zwar, aber für Fans dieses Genres nicht unmöglich zu durchschauen.

    Ein Muss für Pacino-Fans

    Was Roger Donaldsons Film sehenswert macht, ist zum einen sein zwielichtiger Hauptdarsteller, der hier wie schon in "Insomnia" dem bösen Cop sein markantes Gesicht gibt. Und Colin Farrell auf der anderen Seite, der bezaubernd naiv den wildgewordenen Anfänger mimt.

    Dass ein Jungspund seinem Mentor am Ende gewachsen sein soll, das ist der wohl spannendste Unsicherheitsfaktor in "Der Einsatz". Ansonsten ist er ein Muss für Pacino-Fans - und ein Beweis dafür, dass sich Regisseur Donaldson, der schon so unterschiedliche Filme wie "Die Bounty", "Cocktail" und "Thirteen Days" in Szene setzte, als hübsch abwechslungsreich erweist.

    Alexandra Pilz, ddp

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