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  • Kritik: Science-Fiction-Horrorfilm - Verzichtbare Fortsetzung

    Wenn eine Hollywood-Produktion in den Kinos über 100 Millionen Dollar eingespielt hat, hat das meist Folgen. Dann wird nämlich binnen kürzester Zeit an einer Fortsetzung des profitablen Erfolgs gebastelt. Das bringt allerdings die Schwierigkeit mit sich, nach demselben Rezept, aber mit ganz anderen Zutaten den gleichen Wohlgeschmack beim Konsumenten zu erreichen. Erfahrene Köche wissen, daß das nur selten gelingt und lassen folglich die Finger davon. Bei Filmproduzenten setzt hingegen die Geldgier den Verstand leider ziemlich oft außer Gefecht.

    Das ist der Grund, warum "Species II" gemacht wurde und ab 30. Juli auch in die deutschen Kinos kommt. Denn die Fortsetzung des überraschenden amerikanischen Kassenerfolgs von 1995 ist nicht nur eine reichlich eklige Blut-, Gewalt- und Samen-Geschichte, sondern auch schlicht überflüssig. Sie enthält keine einzige zündende oder gar originelle Idee. Das hat das US-Publikum im Frühjahr ganz schnell gemerkt und dem Machwerk die Rote Karte an den Kinokassen gezeigt. Gewiß gibt es sehenswerte Spezialeffekte, wohlgeformte Busen und einen während der Dreharbeiten offenbar demonstrativ geistesabwesenden Darsteller namens Michael Madsen zu bewundern. Aber ob das die Investition eines Kinobesuchs lohnt, ist doch mehr als fraglich.

    Die von dem ungarnstämmigen Peter Medak inszenierte Handlung jedenfalls ist von der Art, die jeder Fan dieses Filmgenres schon einige Male gesehen hat: Ein Raumschiff kehrt vom Mars zurück, kurz vor der Landung auf der Erde werden die drei Astronauten, zwei Männer und eine Frau, kurz bewußtlos. Nach der Rückkehr können sich die drei nicht erinnern, was geschehen ist. Aber bald wird es zur grausigen Gewißheit, daß zwei von ihnen von einer aggressiven außerirdischen Rasse "infiziert" worden sind. Wieder einmal also ist das böse Fremde in die irdische Idylle eingedrungen. Höchste Zeit, daß Press Lennox eingreift!

    Der von Madsen gespielte Lennox, schon im ersten Teil von "Species" aktiv und erfolgreich, hat zwar in jeder Weise wenig Lust, aber wenn laut Drehbuch das Vaterland in Not ist, muß er wohl oder übel ran. Und so macht er Jagd auf den alienverseuchten Astronauten und Senatorensohn Patrick Ross (Justin Lazard). Dieser ist nämlich zu einem reißenden Sexmonster mutiert, der eine Frau nach der anderen erst verführt und dann meuchelt. Keineswegs nur aus bösem Trieb, sondern nach jedem seiner extrem blutig verlaufenden Geschlechtsakte kann er aus den geschundenen Frauenleibern hübsche, auf Anhieb schon etwa fünfjährige Kinder in ein Versteck mitnehmen.

    Immer wenn er das tut, wird die wunderschöne Eve, verkörpert von der wunderschönen Natasha Henstridge, in ihrem Laborgefängnis höchst unruhig. Eve ist nämlich eine Mischung zwischen Mensch und Alien, dazu das kostbare Studienobjekt der Ärztin Laura Baker. Die kühle Blondine weiß um die Qualen ihrer heißblütig blonden Eve, doch das Verhängnis abwenden kann auch sie nicht. Als alles vorbei scheint, bekommt der Zuschauer noch einen drohenden Hinweis von Seiten der Filmemacher: Wenn genug von Euch Eintritt bezahlen, könnten wir auch noch "Species III" in Auftrag geben... Noch ist es möglich, diese neue Attacke auf die Menschheit zu verhindern!

    Wolfgang Hübner, AP

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