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  • Kritik: Schwarzes Schaf trumpft mal auf

    "Ich bin der erste Pfannkuchen", erklärt April Burns ihrer Nachbarin. Jener Pfannkuchen nämlich, der eigentlich nie gelingt und deshalb meist ungegessen im Mülleimer landet.

    Tatsächlich ist das schlaksige Punk-Mädchen (Katie Holmes) das unbestrittene schwarze Schaf ihrer Familie. Da kann sich ihre schwer krebskranke Mutter Joy (Patricia Clarkson) noch so sehr das Hirn zermartern, ihr wollen einfach keine schönen Erinnerungen an ihre älteste Tochter einfallen. Enttäuschungen dafür umso mehr. Warum also der Thanksgiving-Einladung des entfremdeten Sprösslings nach New York folgen?

    Aber Familie ist Familie und so treten Aprils Eltern, die vergessliche Oma sowie die zwei Geschwister, darunter die nervtötend vorbildliche Schwester, die Reise an. Und da sich eigentlich alle darüber einig sind, dass April sowieso kein genießbares Essen produzieren wird, stopfen sich alle auf der Fahrt mit Süßigkeiten voll.

    Kampf mit den Tücken des Schicksals

    Währendessen kämpft die Gastgeberin in ihrer winzigen Wohnung mit den Tücken des Schicksals. Nachdem der Truthahn mit Mühe und Not gestopft wurde, gibt der Ofen seinen Geist auf. So macht sich die zunehmend verzweifelte April in ihrem multikulturellen Mietshaus auf die Suche nach einer Garmöglichkeit.

    Und Katie Holmes, bekannt aus der erfolgreichen Teenie-Serie "Dawsons's Creek", stellt einmal mehr ihr großes Talent unter Beweis. Demnächst wird Holmes im neuen "Batman" zu sehen sein. Bleibt zu hoffen, dass diese Publicity "Pieces of April" jede Menge Zuschauer bescheren wird. Denn Drehbuchautor Peter Hedges hat mit seinem Regiedebüt Independent-Kino in seiner wahrhaft schönsten Form verwirklicht.

    Sehr direkte und intime Optik

    In nur 16 Tagen wurde mit Digitalkameras an Originalschauplätzen gedreht. Das Ergebnis ist eine sehr direkte und intime Optik, die nicht nur wegen des fast vollständigen Fehlens von künstlicher Musik an einen Dogma- Film erinnert. Die Handlung mag zwar nicht vor Originalität strotzen, aber das tut das wahre Leben eben nur in den seltensten Fällen. So ist "Pieces of April" ein Film über die Enttäuschungen, Überraschungen und kleinen skurrilen Augenblicke des Daseins.

    Nina Jerzy

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