40.000
  • Startseite
  • » Kritik: Schwarzenegger im vergnüglichen Weihnachtsstreß
  • Kritik: Schwarzenegger im vergnüglichen Weihnachtsstreß

    Hamburg (dpa) - In seinen Actionfilmen jagt Arnold Schwarzenegger zumeist futuristische Killermaschinen oder sinistre Bösewichte. Nun ist er wieder der Jäger und auf der Suche nach dem "Turbo Man". Doch sein nervenaufreibender Einsatz gilt einer ganz und gar ungefährlichen Spielzeugfigur, die er in der Weihnachtskomödie "Versprochen ist versprochen" seinem Sohn unter den Christbaum legen muß.

    Der Kampf um die Erfüllung eines Kindertraums wird zum turbulenten und harmlosen Kinospaß, in dem "Big Arnold" etwas tolpatschig und voller Selbstironie ab Donnerstag (5. Dezember) die Leinwand beherrscht.

    Sentimentale Weihnachtsstimmung kommt in dem Film nur selten auf. Das von grellbunten Lichterketten erleuchtete Fest erscheint als hektische Konsumorgie. Dubiose Weihnachtsmänner machen betrügerische Geschäfte, karnevalistisches "Wintertainment" steht anstelle von Chorälen, eine Krippenfigur geht in Flammen auf.

    Das ist nicht das Fest der Liebe für den gestreßten Unternehmer Howard (Schwarzenegger), der sich nur wenig um seine Familie kümmert und beharrlich wichtige Termine vergißt. Erst als sein Sohn Jamie (Jake Lloyd) ernsthaft sauer ist, verspricht er ihm die Erfüllung seines innigsten Wunsches: "Turbo Man" muß her. Die metallic-rote Actionfigur ist das Spielzeug der Saison. Doch "Turbo Man" ist Heiligabend total ausverkauft. Massen von Kunden schlagen sich um ein letztes Exemplar.

    Für Howard beginnt eine nervenaufreibende Suche, bei der er sich an mehreren Fronten zugleich schlagen muß. Ein durchgedrehter Postbote (herrlich gespielt von dem Komiker Sinbad) ist auch scharf auf den letzten "Turbo Man" und versucht mit unfeinen Tricks, Howard aus dem Feld zu schlagen. Ein überkorrekter Polizist nimmt den eiligen Vater im Weihnachtschaos gleich mehrfach in Empfang. Und zu Hause versucht ein gerade geschiedener Nachbar, sich bei Howards Frau nach allen Regeln der Kunst einzuschmeicheln.

    Für Howard geht es längst nicht nur um das Geschenk. Es geht um die Liebe seiner Frau und das Vertrauen seines Sohnes. Denn: "Versprochen ist versprochen." So übersteht der Familienvater eine Katastrophe nach der anderen und überstahlt zum furiosen Happy-End als Held selbst den sagenhaften "Turbo Man".

    Das Team von Regisseur Brian Levant ("The Flintstones") und Produzent Chris Columbus ("Kevin - Allein zu Haus", "Mrs. Doubtfire") liefert einmal mehr unkompliziertes Amüsement mit Witz, Herz und Action für die ganze Familie. Und auch die Schadenfreude kommt nicht zu kurz. Denn: Wer Heiligabend zu spät kommt, den bestrafen leere Regale.

    Von Karin Zintz, dpa

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst

    Redakteur

    Maximilian Eckhardt

    Mail | 0261/892743

    Abo: 0261/98362000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Das Wetter in der Region
    Donnerstag

    -1°C - 5°C
    Freitag

    2°C - 6°C
    Samstag

    4°C - 8°C
    Sonntag

    4°C - 8°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    UMFRAGE
    Thema
    Rock am Ring geht zurück

    Das Rockfestival findet 2017 nicht mehr in Mendig, sondern wieder am Nürburgring statt. Was sagen Sie zu diesen Neuigkeiten?

    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Rhein-Zeitung bei Twitter
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!