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    HamburgKritik: Sandra Bullock als Gangsterliebchen in "Gestohlene Herzen"

    Er ist ein Dieb, sie will ein bürgerliches Leben: Frank (Denis Leary) und Roz (Sandra Bullock) sind sich nach sieben Beziehungsjahren ferner denn je. Ein Gemälde von Henri Matisse, das Frank gerade gestohlen hat, ändert vorerst wenig daran. Erst auf der Flucht, bei der die beiden auf eine Insel im schönen New England gelangen, kommt das rasante Pärchen in Bill Bennetts Komödie "Gestohlene Herzen" seinem Traum vom Reihenhaus endgültig näher.

    Mit einem populären Soundtrack und Shouting-Star Sandra Bullock ("Während Du schliefst") in der weiblichen Hauptrolle schielt der Film ganz unverhohlen nach breitem Publikumsgeschmack. Die Schimpfkanonaden sind jugendfrei, und die wunderschönen Landschaftsaufnahmen versöhnen all jene, die das Outfit der Heldin ab und dann zu schlampig finden dürften. Mit Wortwitz und Situationskomik entwickelt sich die Story von einem tolpatschigen Gangsterpaar, das sich zur Tarnung ausgerechnet in ein elegantes Landhaus flüchtet.

    Während die beiden auf ihren Kunden für das Gemälde warten, entdeckt Roz die Vorzüge des Geldadels speziell in der Verkörperung von Nachbar Evan (Stephen Dillane). Frank ist erschüttert, die große Beziehungskrise ebenso unausweichlich wie das Happy End.

    Romantische Drehorte verleihen dem Film ein authentisches Küstenflair. Dazu gehört ein alter Fischerschuppen, aber auch ein spektakuläres Strandpanorama, perfekt für den romantischen Ausritt von Roz und Evan. Sogar die fiesesten Gangster sind irgendwie nett in diesem Film, die Polizisten schrullig, hassenswert ist eigentlich nur der Snob Evan. Der entpuppt sich denn auch als der größte aller Übeltäter, was auch keine wirkliche Überraschung ist.

    Weniger die stark schematische Story, sondern die vielen sonnendurchfluteten Außenaufnahmen geben dem Film seinen Wert. Die brave Sandra Bullcok gab zu Protokoll, "daß es sich bei diesem Film um einen echt starken Beziehungsfilm" handele. Da hat Hollywoods Nachwuchsstar übertrieben: Mehr als ein nettes Komödchen ist nicht daraus geworden.

    Von Katharina Reismann, dpa

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