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  • Kritik: Sandra Bullock

    "Auf die stürmische Art" wirbelt eine flippige Fremde dem jungen Werbetexter Ben in den Weg - ausgerechnet auf der Anreise zu seiner Hochzeit. Sarah sitzt auf dem Flug von New York nach Savannah neben ihm.

    Das Schicksal wirft sie ihm geradewegs in die Arme, als das Flugzeug kurz nach dem Start wegen eines Triebwerksschadens auf den Boden zurückkracht. Damit fangen die Turbulenzen mit den beiden erst richtig an.

    Die Komödie "Auf die stürmische Art", die am Donnerstag in den Kinos startet, geht selbst wenig Risiken ein: Die Stoffidee ist nicht gerade originell. Doch die gute Besetzung läßt das zumindest zeitweise vergessen. In bester Spiellaune und mit voll aufgedrehtem Temperament sorgt Sandra Bullock als Sarah für Tempo in der bieder-geordneten Welt Bens, den Newcomer Ben Affleck mit rollengerechter Zurückhaltung spielt.

    Ben ist eigentlich nicht der Mann, der schnell den Kopf verliert. Daß er sich mit Sarah gemeinsam aufmacht, um auf dem Landweg sein Ziel zu erreichen, hat anfangs ganz praktische Gründe: Mietwagen sind durch das Chaos am Flughafen nicht mehr zu bekommen, und Sarah hat kurzentschlossen einen Mann überredet, sie in seinem Auto mitzunehmen. Sarah will ihren kleinen Jungen besuchen, der bei seinem Vater lebt. Die Fahrt dauert nicht lange; bei einer Kontrolle findet die Polizei Drogen. Der Fahrer, Ben und Sarah müssen die Nacht im Gefängnis verbringen.

    Am nächsten Tag geht es mit dem Zug weiter und mit neuen Komplikationen, die dazu führen, daß sich Ben und Sarah von ihrer Route in den Süden immer weiter entfernen und sich dabei einander gefährlich nahe kommen. Sie stoßen auf eine Reisegruppe von Senioren und geben sich, um mitgenommen zu werden, als frisch verheiratetes Ehepaar aus. In einem der Hotels, in dem sie Zwischenstation machen, tauchen plötzlich Bens Freund Alan und dessen Freundin Debbie auf, die gleichzeitig auch die beste Freundin von Bens Braut Bridget (Maura Tierney) ist.

    Bridget ihrerseits beschleicht im fernen Savannah allmählich Unsicherheit, je länger sie auf ihren Verlobten warten muß. Ihre Mutter hat mehr Interesse für die Blumenarrangements als für sie, und ihr Vater mag Ben nicht. In dieser angespannten Situation taucht auch noch ihr alter Freund Steve wieder auf und versucht, sie zurückzugewinnen. Bridget scheint gar nicht so sehr abgeneigt.

    Regisseurin Bronwen Hughes, für die es erst der zweite Spielfilm nach "Harriet, die kleine Detektivin" war, wollte zeigen: "Es gibt nicht nur einen einzigen Weg, dem man folgen muß, um ein glückliches Leben zu führen; man muß den eigenen suchen." Die Abwege, auf die sie Ben schickt, sind allerdings nicht sonderlich ungewöhnlich, sieht man einmal von der Kletterei auf dem Zugdach ab.

    Ein bißchen mehr Wagemut hätte der Mischung aus Romanze und Roadmovie vielleicht die Würze gebracht, die ihr fehlt. Da hätte sich die Szene angeboten, in der Ben nicht ganz freiwillig einen Strip in einer Schwulenbar tanzt. Kaum kommt er langsam etwas in Fahrt, ist es schon wieder vorbei.

    Für den Schauspieler Ben Affleck, zuletzt neben Exfreundin Gwyneth Paltrow in "Shakespeare in Love" zu sehen, ist es die erste Hauptrolle und wohl der Versuch, seine Starqualitäten zu testen. Während er als etwas dröger Yuppie vor allem Natürlichkeit und Wohlerzogenheit ausstrahlen soll, darf Sandra Bullock nach ihrer (unglaubwürdigen) Mauerblümchen-Rolle neben Nicole Kidman in "Zauberhafte Schwestern" einmal richtig sexy sein und ihrem Temperament freie Bahn lassen.

    Inge Treichel, AP

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