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  • Kritik: Rückkehr des Rächers mit der schwarzen Maske

    Große, braune Augen funkeln unter der dunklen Maske hervor. Der Held mit schwarzem Hut und wehendem Umhang rettet in letzter Sekunde die Todgeweihten, und im nächten Moment ist er im Nichts verschwunden. Sein Markenzeichen, das "Z", läßt die Mächtigen erzittern: Zorro, der legendäre Rächer der Armen, ist wieder da - endlich.

    Am 22. Oktober kämpft der neue Held in den deutschen Kinos erstmals wieder gegen Unterdrückung und Machtgier im Mexiko des vergangenen Jahrhunderts. Diesmal ist er erotischer, witziger und cleverer als je zuvor.

    Der Hollywood-Streifen "Die Maske des Zorro" lebt vor allem von Hauptdarsteller Antonio Banderas. Dem gebürtigen Spanier ist die Rolle des Zorro auf den Leib geschrieben. Er tritt ein schweres Erbe gegen Vorgänger wie Douglas Fairbanks jun., Tyrone Power und Alain Delon an. Doch der 38jährige Frauenliebling meistert das mit Bravour. Anders als in früheren Verfilmungen erzählt die neueste Hollywood-Interpretation der wohlbekannten Erzählung nicht die traditionelle Story von Zorro als Sohn eines Ehrenmannes. "Unsere Geschichte nähert sich viel eher dem Typ der Merlin-König-Artus-Beziehung, denn hier trainiert ein alternder Zorro einen jüngeren Mann, um ihn zu seinem Nachfolger zu machen", erklärt Regisseur Martin Campbell.

    Oscar-Preisträger Anthony Hopkins spielt den weisen, erfahrenen Lehrmeister, der einem jungen, rachsüchtigen Banditen mühevoll das Kämpfen, Geschicklichkeit, Eleganz - und Charme vermittelt. Beide verbindet ein Gedanke: die Rache an Don Rafael Montero.

    Der Diktator nahm Don Diego De La Vega - dem Mann, der Zorro war - in der Nacht der Revolution des Jahres 1821 alles: seine Frau, sein Kind und die Freiheit. Nach 20 Jahren hinter Kerkermauern kann er fliehen und will Vergeltung. Da kommt dem alternden Helden der Straßenräuber Alejandro Murrieta gerade recht. Der junge, ungestüme Draufgänger haßt das Regime ebenso wie er, denn er hat dadurch seinen Bruder verloren. De La Vega lehrt ihm, sich mit Würde zu rächen. So lebt die Legende von Zorro wieder auf.

    Doch der schwarze Rächer muß vor dem unvermeidlichen Happy-End noch so manche knifflige Aufgabe lösen. So stellt sich eines Tages Elena, die bildschöne Tochter seines Erzfeindes, in den Weg und fordert ihn zum Fecht-Duell. Doch Zorro ist gewand wie ein Fuchs. Er ritzt peu a peu ihre Kleidung auf, bis sie fast nackt vor ihm steht und küßt sie zum Abschied. Der moderne Zorro kann sich diese Dreistigkeit leisten. Bei seinen Vorgängern ging es da noch etwas gesitteter zu.

    Die Hollywood-Version, die von Steven Spielberg produziert wurde, bereichert die altbekannte Story um wichtige neue Akzente. Zorro ist ein Held mit modernem Charme, Witz und Erotik. Der hochkarätig besetzte Film erzählt eine bewegende Geschichte voller Sühne und Sehnsucht, Liebe und Ehre, Tragödie und Triumph. "Die Maske des Zorro" ist ein Muß für Fans des Mantel-und-Degen-Films.

    Susann Huster, AP

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