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  • Kritik: Raumschiff Enterprise auf neuer Kinomission unterwegs

    Hamburg (AP) Jetzt beamen sie wieder: Die Männer und Frauen vom Raumschiff Enterprise flitzen ab 19. Dezember zu ihrem achten Kinoabenteuer durch das Weltall und verrichten ihren Job: Die gute alte Erde retten. Zum ersten Mal ist bei "Star Trek: Der erste Kontakt" kein Schauspieler aus der alten 60er-Jahre-Garde mehr dabei. Trotzdem stimmt alles: "Raumschiff Enterprise"-Atmosphäre ist auch mit der zweiten Schauspieler-Generation Patrick Stewart als Captain Picard und Jonathan Frakes als 1. Offizier Riker garantiert. Und der Zuschauer kann sich auf ein zünftiges Weltraumabenteuer mit atemberaubenden Spezialeffekten, gruseligen Monstern, Zeitreisen und einem dicken Schuß Ironie freuen.

    Die Handlung ist so verworren wie üblich, aber das stört nicht weiter: Eine Roboter-Zivilisation namens Borg bedroht die Erde, aber die Enterprise und ihre brave Mannschaft verscheuchen die Übelwesen. Die reagieren gewitzt und versetzen sich einfach per Zeitreise zurück in das Jahr 2063. Da ist gerade der Dritte Weltkrieg zu Ende, und der ebenso geniale wie versoffene Ingenieur Zefram Cochran (James Cromwell) erfindet den Warp-Antrieb.

    Dieser ist in der Enterprise-Welt etwa ebenso wichtig wie die Erfindung des Rades für Autobauer. Mit Warp fliegt ein Raumschiff nämlich schneller als Licht. Und außerdem klang es in früheren Filmen schon immer ganz besonders schön, wenn Captain Kirk befahl: "Scotty, alle Energie auf die Warptriebwerke." Das sind noch immer Momente, in denen jedem echten Trekkie das Herz aufgeht.

    Die bösen Roboterwesen wollen also die Erde übernehmen. Dazu versuchen sie den Verlauf der Zeit zu ändern, weil nämlich der versoffene Erfinder gerade zum ersten Warp-Flug starten will. Dabei wird er ein Raumschiff der Vulkanier, allseits bekannt für ihre langen Ohren, treffen, und so beginnt die Weltraumerkundung der Menschheit. Das wollen die bösen Borg verhindern. Nur gut eben, daß Picard und seine Mannschaft zur Stelle sind.

    Was den Film über viele Weltraum-Action-Abenteuer erhebt, ist die Balance zwischen schauspielerischen Leistungen und der rasanten Handlung. Der an früheren Shakespeare-Rollen geschulte Patrick Stewart gibt einen zerrissenen Captain Picard, der in seinen düsteren Momenten aus seiner Kabine ins Weltall starrt und Musik von Hector Berlioz hört. Er ist getrieben von Rachegedanken an die Borg, die ihn früher verletzt haben. Zum ersten Mal wird offen eine Verbindung zu Captain Ahab und dem Weißen Wal zugegeben, eine literarische Figur, die oft als historisches Vorbild für die Enterprise-Kapitäne genannt wurde.

    Die ironischen Szenen erschließen sich oft nur dem wahren Trekkie: Etwa die sonst immer supercoole Beraterin Troy, die im Camp des manischen Warp-Erfinders selbstgebrannten Fusel abschluckt und plötzlich ganz locker wird. "Star TreK: Der erste Kontakt" ist düsterer als die vorigen Filme oder die TV-Serie. Doch am Ende wird die alte Botschaft von Star Trek-Schöpfer Gene Roddenberry sichtbar: Die größte Kraft des Menschen ist das Herz.

    Von AP-Korrespondent Claus-Peter Tiemann

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