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  • Kritik: Rasante Animation einer lichten Zukunft

    Eigentlich ist es eine wunderbare Geschichte: Der Waisenjunge Lewis, der vor Erfindungsreichtum sprüht, wird von dem seltsamen Wilbur auf eine Reise in die Zukunft mitgenommen.

    Dort lernt Lewis dessen Familie kennen - eine Sippe, wie sie verrückter nicht sein könnte und der Zwölfjährige wünscht sich nichts mehr, als bei ihnen eine Heimat zu finden. Dann taucht der böse Melonenmann auf und Lewis muss mit Herz und Verstand um seine glückliche Zukunft kämpfen.

    «Triff die Robinsons» heißt der computeranimierte Disney-Film, der auf dem in den USA erfolgreichen Kinderbuch «A Day with Wilbur Robinson» («Zu Gast bei Willi Robinson») von William Joyce basiert und am 29. März ins Kino kommt. Doch die Fülle an Gags und der temporeiche Schnitt lassen den Streifen hektisch und oberflächlich wirken - was schade ist, da der Film voller guter Ideen steckt und in den wenigen ruhigen Momenten einfühlsam und anrührend erzählt ist.

    Fantasievoll ist vor allem die Zukunft, die Regisseur Stephen J. Anderson für sein Spielfilm-Debüt geschaffen hat. Der Himmel ist tiefblau, das Gras saftig-grün, die Häuser leuchten bonbon-farben und die Menschen schweben in Seifenblasen durch die Welt. «Gib niemals auf!» lautet das Credo dieser blitzblanken Spielwiese, auf der sich alle trotz mancher Streitigkeiten am Ende doch wieder vertragen.

    Eine besondere Beziehung hat Anderson zu Lewis, der verzweifelt seine richtige Mutter sucht und wissen will, warum sie ihn weggegeben hat. «Weil ich auch als Kind adoptiert worden war, habe ich mein ganzes Leben lang dieselben Fragen gestellt», sagt der Regisseur. So lässt er Lewis Geborgenheit spüren bei einer chaotisch-herzlichen Familie, in der alle ihre Macken ausleben können. «Die Robinsons sind sehr kindlich, sie haben die Freiheit zu tun, was sie glücklich macht», meint Anderson. «Die Robinsons akzeptieren alles, solange Du nicht Dich selbst oder andere verletzt.»

    Für die deutsche Version wurden prominente Sprecher verpflichtet wie Topmodel Eva Padberg, die einen kurzen Auftritt als Wilburs modebegeisterte Cousine Tallulah hat. Der Comedian und Schauspieler Rick Kavanian («Hui Buh») hat vier Charakteren seine Stimme geliehen, darunter Onkel Fritz und der hysterischen Tante Petunia - einer Handpuppe, die der leidgeplagte Onkel immer mit sich trägt. Auch Schauspieler Ralf Möller («Gladiator») und TV-Entertainer Thomas Gottschalk sind zu hören.

    Eva Padberg empfand die Arbeit als angenehm - konnte sie doch ohne großes Stylen im dicken Wollpullover im Synchronstudio sitzen. Mit ihrer Stimme musste sie sich aber erst anfreunden. «Wenn hinten in der Kabine das noch mal abgespielt wurde, was ich gerade gesagt habe, da kriegt man ein bisschen Gänsehaut,», gestand sie. «Aber wenn man es dann mit der Szene zusammen sieht und wenn das dann alles schon auf die Mundbewegungen gelegt ist, dann kommt das eigentlich ganz gut.»

    Cordula Dieckmann, dpa

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