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  • Kritik: Potter ist DIE DA:

    Im Kassenknüller "Con Air" war Monica Potter nur wenige Minuten lang als Filmehefrau von Nicolas Cage zu sehen. Doch diese Minirolle im letzten Jahr genügte der blonden Amerikanerin, um Produzenten und Regisseure auf sich aufmerksam zu machen - vier Filme hat die Newcomerin seitdem abgedreht. Der erste davon ist vom 6. August an in unseren Kinos zu sehen. In "Martha trifft Frank, Daniel Laurence" bezaubert Potter drei Briten auf einen Streich.

    "Monica erhellt jeden Raum, den sie betritt", beschreibt Regisseur Nick Hamm das Phänomen Potter. Mit ihrer sonnigen Ausstrahlung gelingt es ihr ebenso mühelos, via Leinwand die Herzen der Zuschauer zu gewinnen. Und deshalb erscheint es auch völlig plausibel, daß drei so unterschiedliche Männer wie Daniel, Laurence und Frank sich in Monica alias Martha verlieben. Diese ungleichgewichtige Konstellation war Drehbuchschreiber Peter Morgan jedoch noch nicht schwierig genug: Die drei jungen Männer sind außerdem seit frühester Jugend beste Freunde. Geschickt arrangiert und verknüpft Regisseur Hamm Szenen aus drei Tagen - gespickt mit glaubhaften glücklichen Zufällen und schicksalhaften Widrigkeiten.

    Lange Zeit ahnt keiner der drei Freunde, daß ihre Liebeshymnen sich auf ein und dieselbe Frau beziehen. Selbst dann noch als der yuppiehafte Daniel (Tom Hollander) und der schüchterne, einfühlsame Laurence (Joseph Fiennes) feststellen, daß ihr Bild von der perfekten Frau deckungsgleich ist: "Ein Licht strahlt in ihren Augen, sie hat ein ansteckendes, wundervolles Lächeln und man(n) erzählt ihr Dinge, die er zuvor noch niemandem gesagt hat." Im richtigen Maße eigenständig und verletzlich, liebenswert wuschig und vor allem: absolut unkompliziert. So wie Martha eben, die Daniel und Laurence unabhängig von einander kennengelernt haben.

    Als Frank (Rufus Sewell) dämmert, daß die Blondine, die er im Park trifft, die Traumfrau sein muß von der Daniel geschwärmt hat, will der ewige Loser sie erobern, um seinen erfolgsgewohnten Freund zu ärgern. Die Idealfrau indessen hat von der Verbindung ihrer drei neuen Bekanntschaften untereinander, keinen Schimmer. Es dauert viele vergnügliche Filmminuten, ehe das Beziehungsgeflecht entwirrt ist.

    Reizvoll ist das geschickte Wechselspiel, in das der Regisseur das Publikum dabei wirft. Mal erlebt der Zuschauer die Geschichte aus der Sicht der Protagonisten, mal sieht er die Vorgänge mit einem Wissensvorsprung und stellt dann wieder fest, daß alles doch anders ist als er dachte. Und wenn Sie nun meinen, der ewige Unglücksrabe sei der Herzbube der Zauberfrau haben Sie sich getäuscht.

    Silvia Seipel, dpa

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