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  • Kritik: Pierce Brosnan auf Kunst-Raubzügen

    Fasziniert blickt der New Yorker Millionär und Kunstliebhaber Thomas Crown (Pierce Brosnan) auf das wertvolle Monet- Bild in der Gemälde-Galerie. Als wenige Minuten später Groß-Alarm im Museum ausgelöst wird, hat die Stunde von Thomas Crown geschlagen. Denn der angesehene Unternehmer sucht den Nervenkitzel, um seine gnadenlose Langeweile zu bekämpfen.

    Mit raffiniert ausgetüftelten Raubzügen gelingt es dem passionierten Kunst-Sammler, unbezahlbare Kunstschätze aus den scharf bewachten New Yorker Museen zu entwenden. Bei diesen intelligent inszenierten Coups greifen selbst die hochkomplizierten Sicherheitssysteme nicht, die sich bei potenziellen Gefahren wie Diebstahl, Feuer oder Wasser sofort einschalten. Doch die attraktive Versicherungs-Agentin Catherine Banning (Rene Russo) kommt dem gewieften Kunst-Räuber trotzdem auf die Schliche.

    Mit seinem neuen Kinofilm "Die Thomas Crown Affäre" ist dem amerikanischen Action-Regisseur John McTiernan ("Stirb Langsam") eine elegante, stilsichere Komödie gelungen, die er als spannendes Katz- und Mausspiel angelegt hat. Die Geschichte dieser flotten Gauner- Komödie basiert auf dem amerikanischen Film-Klassiker "Thomas Crown ist nicht zu fassen", der 1967 mit Steve McQueen und Faye Dunaway in den Hauptrollen verfilmt wurde. Der James Bond-Darsteller Pierce Brosnan war von diesem amüsanten Kinostoff so fasziniert, dass er mit seiner Produktionsfirma Irish Dream Time die Remake-Rechte daran erwarb.

    Das Grundkonzept der Story ist auch in der Neuverfilmung erhalten geblieben. Um diesen pfiffigen Plot in die Gegenwart zu transferieren, variierten die Skript-Autoren Lexlie Dixon und Kurt Wimmer jedoch die Themen und Konflikte. Während der schwerreiche Lebemann in Norman Jewisons Original noch mit Vorliebe Banken erleichterte, hat es Thomas Crown jetzt ausschließlich auf Kunstwerke abgesehen. Die clevere Versicherungs-Detektivin Catherine Banning, die diesen spektakulären Kunstraub aufklären soll, durchschaut den Fall sehr schnell. Aber sie verfügt über keinerlei Beweise.

    Um sich Zugang zu Thomas Crowns prächtiger Villa zu verschaffen, setzt sie all ihre Verführungskünste ein und zieht ihm beim ersten Rendezvous heimlich die Schlüssel aus der Tasche. Doch der smarte Kunstdieb ist auf solche Avancen durchaus vorbereitet und macht sich einen Spaß daraus, ihr immer einen Schachzug voraus zu sein. Erschwerend hinzu kommt, dass die coole Catherine sich ernsthaft in den gerissenen Gauner verliebt. Um so härter trifft es sie, als plötzlich die blutjunge Schönheit Anna (Esther Ca�adas) bei ihm auftaucht.

    Die Dreharbeiten zur "Thomas Crown Affäre" liefen überwiegend in New York. Als größte Herausforderung für die Produktion erwies sich dabei, ein möglichst repräsentativ aussehendes Museum zu kreieren. Denn an Original-Schauplätzen konnte nicht gefilmt werden. Da die großen Museen ihre aufwendigen Sicherheits-Systeme strikt geheimhalten, werden dort keine Drehgenehmigungen erteilt. Der Regisseur John McTiernan war daher gezwungen, einen ganzen Galerie- Trakt im Filmstudio nachbauen zu lassen.

    Mit leichter Hand hat der amerikanische Regisseur John McTiernan eine gelungene Mischung aus romantischer Screwball-Comedy und Krimi inszeniert, die mit Charme, Esprit und verblüffenden Wendungen amüsante Kino-Unterhaltung garantiert. Pierce Brosnan, der darin ständig ein Spiel mit doppeltem Boden betreibt, überzeugt mit seiner verschmitzt-galanten Art, als sei ihm die Rolle des Thomas Crown auf den Leib geschrieben.

    Zu den originellsten Höhepunkten des Films gehört die Szene, in der ein ganzes Dutzend von Crown-Doubles durch das Museum schwirrt. Außerdem hat es sich der Produzent Pierce Brosnan nicht nehmen lassen, auch dem Original der "Thomas Crown Affäre" eine Reverenz zu erweisen. So kehrt die Oscar-Preisträgerin Faye Dunaway, die vor 32 Jahren den Part der Agentin verkörperte, im Remake nun als Crowns Psychotherapeutin auf die Leinwand zurück.

    Birgit Heidsiek, dpa

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