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  • Kritik: Packendes Jugenddrama aus Spanien

    Für 48 Stunden darf der sechzehnjährige Tano die Erziehungsanstalt verlassen. Sein älterer Bruder feiert Hochzeit, doch Tano (Juan José Ballesta) schwirren ganz andere Dinge im Kopf herum.

    Der Teenager will vor allem zurück - zu seinen Kumpels und seiner Freundin. Und er will Spaß. Mitgerissen vom Leben in der dreckigen Vorstadt von Sevilla bemüht sich Tano, den kleinen kriminellen Versuchungen zu widerstehen. Sein bester Freund Richi (Jesús Carroza) ist ihm dabei keine große Hilfe. In Alberto Rodríguez' packendem Jugenddrama «7 Jungfrauen» taumeln die Protagonisten stets nah am Abgrund entlang: Wilde Partys, Sex auf Speed, Einbrüche, dreiste Taschendiebstähle, immer wieder Schlägereien.

    Mit seinem sensiblen Gesicht, jungenhaft und sprunghaft im Wesen, zeigt Hauptdarsteller Ballesta das, was er gut kennt - einen Jungen von der Straße. Regisseur Rodríguez hat seine Darsteller allesamt dort gecastet. Außer Ballesta, der schon im Jahr 2000 - als jüngster Schauspieler überhaupt - den spanisches Filmpreis Goya als bestes Nachwuchstalent erhielt, gaben die Darsteller ihr Leinwanddebüt in diesem Jugenddrama.

    Mit großem Erfolg: Eine Million Zuschauer sahen den Film in Spanien. «7 Jungfrauen» lebt vom Leben selbst. Jazzige Latin-Rhythmen unterstreichen in jeder Szene das Tempo und die Lebensgier der Jugendlichen. Jesús Carroza, in der Rolle des Machos Richi, lässt sich von Hauptdarsteller Ballesta nicht an die Wand spielen und überzeugt an der Seite des Jungstars.

    Vielleicht wirkt dieser Film deshalb so glaubwürdig und authentisch, weil Regisseur Rodríguez selbst aus Sevilla stammt und die Diskrepanz zwischen Schönheit und Verwahrlosung inmitten seiner Heimatstadt ungeschminkt aufzeigt. Wermutstropfen bleiben einzig die Sequenzen, in denen die Freunde beim Dialog etwas gestelzt wirken. Mehr Freiheit hätten den Schauspieler hier gut angestanden.

    Karina Klohs, dpa

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