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  • Kritik: Nur für echte OlsenFans

    Die amerikanischen Zwillingsschwestern Jane und Roxy Ryan könnten kaum gegensätzlicher sein. Die aufmüpfige Roxy schwänzt die Schule, spielt Schlagzeug und träumt davon, ein Rockstar zu werden. Die strebsame Jane liebt Ordnung, hasst Schmutz und will an der Oxford-Universität studieren.

    Klar, dass alles schief geht, als die beiden verfeindeten Vorstadt-Teenies zusammen einen Tag in New York verleben. Jane muss dort ein wichtiges Referat halten, Roxy will den Auftritt der Punkband Simple Plan nicht verpassen.

    Treue Fans der Olsen-Zwillinge Mary-Kate und Ashley kommen bei der hektischen Screwball-Komödie «Ein verrückter Tag in New York» auf ihre Kosten. Neunzig Minuten lang jagen die Schwestern mit den großen Kulleraugen durch die Straßen, U-Bahn-Schächte und Abwasserkanäle von New York. Dabei flüchten sie vor einem Verbrecherring und einem Schuldetektiv, verknallen sich in einen Senatorensohn und einen Fahrradboten und erkennen am Ende, dass schwesterliche Liebe alle Differenzen überbrückt.

    «Mary-Kate und ich haben die gleichen Werte und Vorstellungen und zanken uns nur ganz selten über Kleinigkeiten, wie Klamotten etwa,» stellt die blonde Ashley beim dpa-Interview in Los Angeles gleich zu Beginn klar. Nicht etwa, dass die Fans glaubten, die Schwestern seien im richtigen Leben so grundverschieden wie Roxy (Mary-Kate) und Jane (Ashley). Zusammen haben sich die gerade 18 Jahre alt gewordenen Olsen-Twins ein Unterhaltungs- und Modeimperium aufgebaut, das sie vor dem zehnten Lebensjahr zu den jüngsten Self-Made-Millionären der USA machte.

    Bereits im Alter von neun Monaten standen sie für die Hit-Serie «Full House» vor der Fernsehkamera. Mit sechs Jahren wurden sie Hollywoods jüngste Produzentinnen. Das Fachblatt «The Hollywood Reporter» ernannte sie unlängst zu den «mächtigsten jungen Frauen in Hollywood». Die Olsen-Marke ist überall zu finden - in Video- und DVD-Regalen, Modeläden und Kosmetikabteilungen.

    Doch den Werbefeldzug für ihren ersten großen Spielfilm, den die Olsen-Zwillinge auch mit produzierten, muss Ashley ohne ihre Schwester meistern. Kurz vor ihrem 18. Geburtstag am 13. Juni ließ sich Mary-Kate in eine Privatklinik einweisen - ihrem Sprecher zufolge zur Behandlung von «Essstörungen», was gemeinhin als Magersucht gedeutet wurde. Damit fielen die geplanten Reisen zu den Filmpremieren in Australien und Europa ins Wasser. «Natürlich vermisse ich Mary-Kate an meiner Seite, aber vielleicht ist das eine Art Übung für später, wenn ich mal alleine Filme drehen werde», erklärt Ashley.

    Der erste Ausflug in die Welt des Spielfilms als Teenager ist den Olsen-Twins in Amerika nicht gerade geglückt. An den Kinokassen spielte die Komödie mit den englischen Titel «New York Minute» nur magere 14 Millionen Dollar ein. Das Fachblatt «Variety» befand den Streifen unter der Regie der TV-Veteranin Dennie Gordon «laut und ärgerlich». «Nur für Fans und junge Teens geeignet», warnte ein anderer Kritiker. Ashley lässt sich dadurch nicht entmutigen. «Ich glaube, dass Teenager in Europa unseren Humor verstehen werden. Wir haben doch alle die gleichen Probleme, mit Jungs, mit Freundinnen, was Mädchen in unserem Alter eben so beschäftigt.»

    Wie im Film ist New York das nächste Reiseziel der beiden Kalifornierinnen. Sie haben sich - zusammen natürlich - an einer Universität in Manhattan eingeschrieben, wo sie ab August Kurse in Italienisch, Fotografie, Drehbuchschreiben und Film nehmen wollen. Nach 18 Jahren im Showgeschäft freut sich Ashley auf die «Flucht» ins College. «Kurz bevor man richtig erwachsen wird, kann man dort ein bisschen rumtrödeln, unabhängig sein und herausfinden, was man im Leben machen will».

    dpa

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