40.000
  • Startseite
  • » Kritik: Nostalgische Schmonzette
  • Kritik: Nostalgische Schmonzette

    Hamburg - Mode und Musik der erfolgsverliebten, boomenden 80er Jahre gelten heute als neuester Trend. Und bevor das Revival wieder von einer anderen Welle überrollt wird, bringt Hollywood eine sommerleichte, romantische Komödie im farbenfroh-schrägen Ambiente der 80er mit der mädchenhaft niedlichen Drew Barrymore in die Kinos. In den USA spielte die Nostalgie-Schmonzette bereits etwa 80 Millionen Dollar ein.

    "Eine Hochzeit zum Verlieben" hätte auch "Die Hochzeit meiner besten Freundin" lauten können: Auch hier soll eine Vermählung verhindert werden, nämlich die von Drew Barrymore alias Julia. Eigentlich hat die Schauspielerin es längst nicht mehr nötig, seichte Rollen wie die der biederen Julia zu spielen, denn ihre Karrierekrise ist spätestens seit 1995 und ihrem Auftritt in "Batman Forever" überwunden - die Titelstorys zahlloser Zeitschriften zeugen davon. Aber dieser Rollentypus ist für die Blondine nun mal wie maßgeschneidert: Sie verkörpert das Süße, Mädchenhafte so perfekt, daß man sich ihrem Reiz nicht entziehen kann.

    Genauso ergeht es Robbie (Adam Sandler): Obwohl nichts Besonderes an der kleinen Kellnerin Julia ist, verliebt er sich in sie, als er mit seiner Band bei einer Hochzeitsfeier auftritt und sie zum Servicepersonal gehört. Aber Julia ist drauf und dran, einen waschechten Yuppie zu ehelichen und Robbie hat gerade eine schlechte Erfahrung mit seiner zickigen Braut Linda hinter sich: Sie ließ die gemeinsame Hochzeit platzen. Nach einigen Irrungen und Wirrungen wendet sich am Ende selbstverständlich alles zum Guten - leider ohne, daß die beiden wirklich große Hindernisse im Namen der Liebe zu überwinden gehabt hätten.

    Und weil sich all das in den 80er Jahren zuträgt, besingt Billy Idol mit "White Wedding" die Eheschließung, die nicht stattfindet, und obwohl The Cure der Meinung sind "Boys Don't Cry" heult der sitzengelassene Robbie Rotz und Wasser. Über die authentischen gräßlichen Outfits mit Lederkrawatten und Fönwellen und das herrliche Setdesign muß man als Zuschauer schmunzeln - insbesondere dann, wenn man das alles selbst miterlebt hat.

    Nachdem die 23jährige Barrymore schon in Woody Allens Film "Alle sagen: I Love You" dabei war, spielt sie nun zum zweiten Mal in einem Film, der von Musik durchzogen ist: Von David Bowies "China Girl" bis Nenas "99 Luftballons" ist alles dabei, was das Herz des Revival-Fans begehrt - und Billy Idol spielt höchstpersönlich die Rolle des Billy Idol, der am Ende des Films eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hat.

    Silvia Seipel, dpa

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Leser empfehlen im Netz
    Das Wetter in der Region
    Samstag

    4°C - 8°C
    Sonntag

    6°C - 9°C
    Montag

    4°C - 8°C
    Dienstag

    5°C - 7°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    UMFRAGE
    Thema
    Rock am Ring geht zurück

    Das Rockfestival findet 2017 nicht mehr in Mendig, sondern wieder am Nürburgring statt. Was sagen Sie zu diesen Neuigkeiten?

    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Rhein-Zeitung bei Twitter
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!