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  • Kritik: Nielsens "Agent 00":

    Hamburg (dpa) - Der weißhaarige Trottel vom Dienst kann es nicht lassen. Nachdem er vor allem in den drei Erfolgskomödien der "Nackten Kanone" als tolpatschiger Polizist mit derbem Humor die Massen weltweit in die Kinos lockte, versucht sich Leslie Nielsen nun als Spezial-Agent auf vertrautem Territorium.

    Das gewohnte laute Lachen und Schenkelklopfen ist während der 80 Minuten von "Spy Hard" allerdings nur für die härtesten Nielsen-Fans angesagt. Der deutsche Untertitel "Agent 00 - Lizenz zum Totlachen" entpuppt sich als ebenso gezwungen witzig wie der restliche Ausflug des Chaos-Experten ins haarsträubend alberne Reservat der Genre-Parodie.

    Der neue Streifen wäre ohne Nielsen sicherlich kaum der Erwähnung wert. Und auch ohne James Bond, Sylvester Stallone, Bruce Willis und Kinderschreck Macaulay Culkin wäre "Spy Hard" undenkbar. Deren große Leinwanderfolge werden in der neuen Produktion von Rick Friedberg ebenso parodiert wie zahlreiche andere Action- und Spionagestreifen. Doch schmeckt "Spy Hard" trotz desselben Erfolgrezeptes fader als seine artverwandten Vorgänger.

    Nielsens diesmal wenig fulminanter Anschlag auf die Lachmuskeln beginnt mit einer selbstzerstörerischen Auftragsmitteilung ("Mission: Impossible") und wandelt sich nach einem hinreißenden "Goldfinger"-Parodiesong von Weird Al Yankovic zu einer gewaltigen, wenngleich undurchsichtigen Zitatensammlung. Da fährt der blinde Soulsänger Ray Charles den Linienbus ("Speed"), Nielsen reitet auf einem Pferd durch's Hotel ("True Lies"), tanzt wie Travolta ("Pulp Fiction") und singt im Nonnenchor ("Sister Act") - amüsante Sketche, die sich nicht zu einem gelungenen Ganzen zusammenfügen.

    Die eigentliche Story wird - wie bislang für die Zucker-Produktionen üblich - zur Nebensache. Der einstige Topagent Dick Steele muß aus seinem vorzeitigen Golf-Ruhestand zurückkehren, um seinem totgeglaubten Gegenspieler General Rancor das Handwerk zu legen. Die gewohnt hanebüchene Geschichte dient dabei einmal mehr als Vehikel für zahllose Wortspiele und pausenlose Cameo-Auftritte bekannter Persönlichkeiten wie Mr. T und Robert Culp.

    Von Martin Oversohl, dpa

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