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  • Kritik: Nicole Kidman brilliert

    Nach "Moulin Rouge" und "The Others" (beide 2001) bietet Nicole Kidman in "The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit" erneut eine exzellente darstellerische Leistung.

    Sie schwärmt: "Eine wirklich anspruchsvolle Aufgabe, die mich gefordert und herausgefordert hat. Ein Glücksfall für eine Schauspielerin."

    Die 35-jährige Australierin porträtiert in Stephen Daldrys Adaption des gleichnamigen Romans von Michael Cunningham die britische Schriftstellerin Virginia Woolf. Die Darstellerin empfindet eine große Nähe zu der 1941 durch Suizid aus dem Leben geschiedenen Autorin. "Was ich von ihr und über sie gelesen habe, hat mich tief berührt", sagt sie dazu und ergänzt: "Mir war, als ob sie zu meiner Seele sprechen würde."

    "Mrs. Dalloway" als Dreh- und Angelpunkt

    Woolfs Ende der 20-er Jahre erschienener Erfolgsroman "Mrs. Dalloway" ist Dreh- und Angelpunkt dreier von Drehbuchautor David Hare kunstvoll miteinander verwobenen Geschichten um jeweils einen Tag im Leben einer Frau. Neben der Woolf-Episode fesselt eine kurz nach Ende des zweiten Welkriegs in der US-amerikanischen Provinz spielende Geschichte um eine Hausfrau und Mutter (Julianne Moore), die Selbstmordgedanken hat. Der dritte Handlungsstrang spielt im New York der Gegenwart. Meryl Streep porträtiert eine Intellektuelle, die sich in die Vorbereitung einer Party für ihren an Aids erkrankten Ex- Lover (Ed Harris) stürzt, der ihr einst den Spitznamen "Mrs. Dalloway" gab. Die drei Zeitebenen verbindet die verzweifelte Glücks- und Identitätssuche der Frauen in komplizierten Lebensumständen.

    Mit bezwingender Eleganz und großem Gespür inszeniert

    Nicole Kidman betrachtet den von Regisseur Stephen Daldry ("Billy Elliott") mit bezwingender Eleganz und großem Gespür für Zwischentöne inszenierten Film als einen der gehaltvollsten ihrer bisherigen Laufbahn. Vor allem die Auseinandersetzung mit dem Sterben fasziniere sie dabei. "Das ist für jeden Menschen ein immanent wichtiges Thema. Doch wir schieben es fälschlicherweise oft von uns weg, statt uns damit auseinanderzusetzen", sagt sie dazu. Und sie erzählt, warum sie "The Hours" gerade in dieser Hinsicht so gelungen findet: "Der Film lässt uns Frieden schließen mit dem Tod. Denn er zeigt deutlich, dass das Leben eine Reise ist. Und jede Reise muss einmal enden. Deshalb müssen wir jeden Moment, jede Station intensiv und bewusst leben."

    Preisregen - und zuletzt der Oscar

    Zahlreiche Gremien zeigten sich von dem Film tief beeindruckt und ehrten ihn bereits mit Auszeichnungen, so die Jury der diesjährigen Internationalen Filmfestspiele Berlin, die den drei Hauptdarstellerinnen gemeinsam einen Silbernen Bär für die beste weibliche schauspielerische Leistung zusprach und schließlich gab es zuletzt den Oscar für Kidman.

    Peter Claus, dpa

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