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  • Kritik: Nick Parks neuer Geniestreich

    In dem Büro des erfolgreichen Erfinders Wallace blinken sämtliche Alarmlämpchen. Ein geheimnisvolles Riesenkaninchen, das durch die liebevoll gepflegten Vorgärten der kleinen, britischen Gemeinde streift, droht nur wenige Tage vor dem traditionellen Gemüse-Wettbewerb die gesamte Ernte zu vernichten.

    Gemeinsam mit seinem cleveren Hund Gromit begibt sich der Schädlingsbekämpfungs-Experte auf eine wilde Jagd nach diesem mysteriösen Monster. Nach den Oscar-gekrönten Kurzfilm-Abenteuern «Wallace Gromit unter Schafen» und «Wallace Gromit - Die Techno-Hose» katapultiert der britische Autor, Regisseur und Produzent Nick Park («Chicken Run - Hennen rennen») seine knuddeligen Knetfiguren in «Wallace Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen» in ihr erstes abendfüllendes Animationsabenteuer: rasant, raffiniert, respektlos.

    Die Vorlage zu diesem turbulenten Trickfilmvergnügen entwickelte Park gemeinsam mit dem britischen Autor und Co-Regisseur Steve Box, der bereits als Animator an den «Wallace Gromit»-Kurzfilmen mitgewirkt hatte. Produziert wurde die originelle Kino-Odyssee von Peter Lord und David Sproxton, den Gründern der britischen Aardman Animations-Studios, in Zusammenarbeit mit dem Hollywood-Major DreamWorks.

    Traditionelle Technik und digitale Effekte

    Die Dreharbeiten zu diesem aufwändigen Filmprojekt, das mit Hilfe traditioneller Stop-Motion-Technik realisiert wurde, dauerten eineinhalb Jahre. Neben der klassischen Knet-Animation kamen in «Wallace Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen» verschiedene digitale Effekte zum Einsatz, mit deren Hilfe die neuesten Erfindungen von Wallace kreiert wurden.

    Damit die lästige Nagerplage bald ein Ende hat, entwickelt der Tüftler Wallace einen Kaninchenstaubsauger, mit dem er die Langohren unversehrt einsammeln und kurzerhand in seinen Keller verfrachten kann. Dort bastelt er an einer futuristisch anmutenden Gedankenübertragungs-Maschine, die den knabbernden Kaninchen ihre Gemüse-Gelüste austreiben soll. Als dieses gewagte Experiment außer Kontrolle zu geraten droht, kann Gromit gerade noch in letzter Minute den Apparat abschalten.

    2,8 Tonnen Plastilin verbraucht

    Um Wallace und Gromit sowie 40 weitere Charaktere auf der Kinoleinwand zum Leben zu erwecken, verbrauchten die Animatoren insgesamt 2,8 Tonnen Plastilin. Für eine einzige Filmsekunde musste jede einzelne Figur in 24 verschiedenen Positionen aufgenommen werden. Zu diesem Zweck wurden ihr Kopf und Körper sowie ihre Arme, Beine, Hände, Finger, Augen und Ohren pro Einstellung immer nur minimal bewegt. Beschleunigt wurde das zeitintensive Stop-Motion-Verfahren durch den gleichzeitigen Aufbau von 30 verschiedenen Sets in den Aardman-Studios, an denen simultan gearbeitet wurde. Allein von Wallace wurden 35 Doppelgänger angefertigt, um seine Figur in verschiedenen Posen und unterschiedlichen Kostümen gleichzeitig zu filmen. Zudem verfügte jede Puppe über austauschbare Teile wie Augen, Ohren oder Hände sowie verschiedene Mund-Versionen, um synchron die Dialoge zu sprechen.

    Viel Liebe zum Detail

    Mit viel Liebe zum Detail, kuriosen Einfällen und sprühender Situationskomik beschert der britische Trickfilmregisseur «Wallace Gromit» ein grandioses Spielfilmdebüt, das sowohl inhaltlich als auch stilistisch an seine legendären Kurzfilme mit den beiden Plastilin- Helden anknüpft. Dabei spielt Park lustvoll mit anderen Genres und bedient sich bei dieser haarsträubenden Jagd nach dem Riesenkaninchen diversen Zitaten aus Horror-Klassikern, die von «Frankenstein» bis hin zu «King Kong» reichen. Die mit viel Witz und Tempo erzählte Story, welche in einer spektakulären Verfolgungsjagd mit Karussell-Flugzeugen gipfelt, wird nicht nur die eingefleischte Fan-Gemeinde begeistern, sondern bietet köstliche Kinounterhaltung für die ganze Familie.

    dpa

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