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  • Kritik: Naturverbundenheit, Magie und Spiritualität

    Nach ihrem international erfolgreichen Dokumentarfilm «Die Geschichte vom weinenden Kamel» zog es Byambasuren Davaa wieder in die mongolische Steppe. Mit ihrem Drehteam schloss sie sich einer fünfköpfigen Nomadenfamilie an. In die Schilderung ihres Alltagslebens fließt in dieser Dokufiktion eine Erzählung von Gantuya Lhagva ein: «Die Höhle des gelben Hundes».

    Naturverbundenheit, Magie und Spiritualität sind die zentralen Themen der in der Mongolei und in Deutschland lebenden Filmemacherin. Unaufdringlich und fernab von Ethno-Kitsch weiß sie damit umzugehen. Gerade das macht die Faszination auch ihres zweiten Filmes aus. Die natürliche Gelassenheit, mit der die Familie mitten im Aufbruch in eine ungewisse Zukunft trotz Kameras ihren Alltag weiterlebt, ist nur eine von vielen Qualitäten dieser sanft inszenierten Dokumentation.

    Eine kleine Sensation sind die drei Kinder. Vom Kleinkind bis zur Schulanfängerin tragen sie diesen Film, Welten entfernt von nervenden Hollywoodkids. Nansa, die Älteste hat in einer Höhle einen jungen Hund gefunden und nennt ihn Zochor. Sie streitet mit dem Vater, der verlangt, dass sie ihren neuen Freund wieder aussetzt. Falls es ein Wolfshund sei, könne er Familie und Schafe gefährden. Als Zochor eines Tages verschwunden ist, begegnet Nansa auf ihrer Suche einer alten Nomadin, die ihr die Legende von der Höhle des gelben Hundes erzählt.

    Nach altem mongolischen Glauben an den Kreislauf des Lebens können Hunde als Menschen wiedergeboren werden. Der spirituelle Kreislauf der Nomaden-Exstenz bestimmt auch den Rhythmus dieser Fabelhaft erzählten Familiengeschichte, in der sich Traditionen und urbanes Leben immer wieder berühren, ohne zu kollidieren. Der Abbau des Nomadenzeltes symbolisiert für die Filmemacherin: Ein Stück Kultur baut sich ab.

    dpa

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