40.000
  • Startseite
  • » Kritik: MutantenAction mit fantastischen Spezialeffekten
  • Kritik: MutantenAction mit fantastischen Spezialeffekten

    Die Stars von «X-Men 3» sind die Spezialeffekte. Ob Autos in der Luft wie Pappbecher zerknüllt werden, ein Einfamilienhaus oder noch viel größere Bauwerke durch die Luft schweben oder Wasser plötzlich nach oben zu strömen beginnt: Alles wirkt so echt, dass man es von der Realität nicht mehr unterscheiden kann. In «X-Men: Der letzte Widerstand» stehen die vielen Mutanten auf der Welt vor einer Zerreißprobe. Eine Mittel wurde entwickelt, das sie zu ganz gewöhnlichen Menschen macht, eine Spritze genügt.

    «Heilung» nennen es einige, als «Genozid» verurteilen es radikale Mutanten wie der alte Magneto, der Metall in jeder Form beherrschen kann und in den Menschen nur eine abgebrannte Brennstufe der Evolution sieht. Magneto (Ian McKellen, der auch der «Sakrileg»- Verfilmung seinen Charme lieh) stellt eine Mutanten-Armee zusammen, und die einzigen, die ihr Paroli bieten können, sind die X-Men um Professor Charles Xavier (Patrick Stewart).

    Doch sie haben eigene Sorgen: Dr. Jean Grey (Famke Janssen), die sich im zweiten Teil opferte, um ihre Freunde vor den hereinbrechenden Wassermassen eines gebrochenen Staudamms zu retten, taucht buchstäblich wieder auf. Jedoch als tickende Zeitbombe, denn eine bislang verborgene Kraft macht sie zur Gefahr für alle anderen und sich selbst. Wird sie diese Macht kontrollieren können? Was wird nun aus Cyclops mit seinem tödlichen Blick und dem mit Stahlkrallen bestücken Wolverine (Hugh Jackman), die beide in sie verliebt waren?

    Viele neue Mutanten sind dazugekommen. Sie können durch Wände gehen und sich in Metall verwandeln, sich auf Wunsch vervielfachen - und sie sind nicht mehr zu stoppen, sobald sie losrennen. Die Fortschritte bei Spezialeffekten aus dem Computer sind perfekt für diese Art der Geschichte, weil sie die Freiheit bringen, jede Fantasie in täuschend echte Bildern umzusetzen.

    Man braucht dafür nur immer noch viel Zeit und sehr viel Geld. «X2», der vergangene «X-Men»-Film, liegt drei Jahre zurück. Die Kosten für den neuen mit doppelt so vielen Spezialeffekten wurden in der Branche auf gut 200 Millionen Dollar geschätzt. Vom Studio heißt es, dank Steuervergünstigungen seien es «nur» 165 Millionen geworden.

    Waren vor einigen Jahren oft noch die Stars aus Fleisch und Blut mit ihren Gagen von 20 Millionen Dollar das Teuerste an einem Film, sind es heute meist die Spezialeffekte-Studios, die hunderte Spezialisten beschäftigen, um am Computer in Feinarbeit die neue Kino-Realität erschaffen.

    Das kann Jahre dauern. Doch ohne immer neue atemberaubende Tricks sind viele Zuschauer nur noch schwer ins Kino zu locken. Unter den erfolgreichsten Filmen des vergangenen Jahres kamen nur zwei - «Hitch» und «Die Hochzeitscrasher» - ohne Spezialeffekte im großen Stil aus. Und der dritte Teil von «X-Men» ist erst der Anfang einer Offensive neuer Computer-Blockbuster. Demnächst folgen die Fortsetzung von «Fluch der Karibik» (geschätzte Kosten 225 Millionen Dollar) und «Superman Returns», der laut Medienberichten rund 260 Millionen Dollar gekostet haben soll. Sie alle werden noch vom dritten «Spider-Man» überholt, der unglaubliche 300 Millionen Dollar kosten könnte, bis er 2007 ins Kino kommt.

    Allerdings sind auch perfekte Computerbilder keine 100-prozentige Erfolgsgarantie, wie «Herr der Ringe»-Regisseur Peter Jackson mit seinem monumentalen «King Kong» erfahren musste, der weniger Geld als erhofft in die Kinokassen brachte.

    Andrej Sokolow, dpa

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst

    Redakteur

    Jochen Magnus

    Mail | 0261/892-330

    Abo: 0261/9836 2000

    Anzeigen: 0261/9836 2003

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Das Wetter in der Region
    Dienstag

    -3°C - 1°C
    Mittwoch

    1°C - 4°C
    Donnerstag

    4°C - 7°C
    Freitag

    4°C - 8°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    UMFRAGE
    Thema
    Rock am Ring geht zurück

    Das Rockfestival findet 2017 nicht mehr in Mendig, sondern wieder am Nürburgring statt. Was sagen Sie zu diesen Neuigkeiten?

    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Rhein-Zeitung bei Twitter
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!