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  • Kritik: Mit Tyra Banks

    "Coyote Ugly" heißt die Bar im New Yorker East Village, in der Nacht für Nacht heiße Partys steigen. Hier wirbeln Bartenderinnen in knallengen Hosen und knappen Topps die Flaschen wie Batons durch die Luft und legen zwischendurch wilde Nummern aufs Parkett - den Tresen in ihrem Fall.

    Wer keinen Spass hat oder auch zuviel davon, bekommt die Abkühlung aus dem Gartenschlauch - alternativ einen Eimer Eiswürfel über den Kopf.

    Szenen aus diesem Milieu, verrückt, exzessiv, New Yorkerisch, würzen den Film "Coyote Ugly", der am 07. September in den deutschen Kinos anläuft. Produzent Jerry Bruckheimer ("Flashdance", "Top Gun", "Armageddon") läßt keinen Zweifel daran, welche früheren Hits er beim Filmen des Disney-Movies vor Augen hatte: "Flashdance" mit seinen spritzigen Showelementen und "Cocktail", in dem einst Tom Cruise die Flaschen tanzen ließ. Selbst seine Songs borgt "Coyote Ugly" aus der Vergangenheit. "Need You Tonight", "All She Wants to Do Is Dance", "I Will Survive" und "One Way or Another" stammen sämtlich aus 1989 oder davor.

    Um die dampfende Barszenerie herum spinnt sich eine zarte Liebesgeschichte, die das Jersey Girl Violet (Piper Perabo) mit dem jungen Australier Kevin (Adam Garcia) zusammenführt. Violet schafft den Absprung aus einem industriellen Vorort in New Jersey, um in New York ihren Traum zu verwirklichen. Wie einst ihre Mutter zieht es die ansehnliche und talentierte Violet ins Showgeschäft. Doch ebenso wie einst ihre Mutter fürchtet die Songwriterin in spe das Rampenlicht. Erst mit Hilfe von Kevin und dem Training als singender Bardame in "Coyote Ugly" gelingt es ihr schließlich, auf der Bühne die eigenen Songs vorzutragen.

    Alles, was man von Disney erwartet, wird in diesem Film erfüllt. Er stellt keine großen Ansprüche an sein Publikum. Er ist leichte Kost, die gut unterhält, in Schwung bringt, das Auge jedes New-York- Fans verwöhnt und zwischendurch das Herz wärmt. Außerdem wirkt er glaubwürdig und echt. Das gelingt Regisseur David McNally, der mit "Coyote Ugly" sein Debüt gibt, möglicherweise durch die Auswahl der Hauptdarstellerin. Piper Perabo kommt genau aus dem Umfeld - in New Jersey -, das sie im Film zurück läßt, und hat auch privat den gleichen Weg hinter sich.

    "Als ich vor zwei Jahren nach New York kam, um Schauspielerin zu werden ", sagt sie in einem Interview, "schlief ich bei Freunden auf der Couch". Auch heute noch steht in ihrem bescheidenen Studio kein Fernsehgerät und kein Computer. Für sie ist der Erfolg noch so frisch, dass sie es sich nicht nehmen ließ, sämtliche Familienmitglieder einschließlich der 91-jährigen Großmutter und Freunde mit zur Welt-Premiere in New York zu bringen. Mit dem Lob amerikanischer Medien im Ohr, hofft sie nach der Rolle in "Coyote Ugly" nun auf den Ruf nach Hollywood.

    Auch Supermodel Tyra Banks baut auf das Echo ihres jüngsten Einsatzes vor der Filmkamera. Allerdings ist sie trotz dieser und vorheriger kleiner Rollen entschlossen, die erträumte Karriere als Filmstar langsam anzugehen. Für den Part als Bartenderin Zoe in "Coyote Ugly" nahm sie erstmals Stunden im Hip-Hop-Tanz, wie sie im Interview erzählt. Als nächstes will sie ihre Stimme schulen. Obwohl längst eine international gefragte Mode-Ikone, hat sie sich bis heute noch nicht mit ihrem Ruhm angefreundet, wie sie der dpa freimütig gesteht. "Die Leute sehen ja gar nicht mich, sondern nur mein Image".

    Gisela Ostwald, dpa

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