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  • Kritik: Mit Stars garniert: FußballTrilogie zur WM

    Der Fußball fristete in Hollywood bisher ein Schattendasein. Die weltweit beliebte Sportart schien der US- Filmschmiede nicht genügend Stoff für ein Drama bieten zu können - im Gegensatz zu Baseball, Football oder Boxen («Rocky»).

    Doch rechtzeitig zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hat Hollywood - mit kräftiger Unterstützung des Weltfußballverbandes FIFA - die Faszination Fußball entdeckt. Mit der Trilogie «Goal!», deren erster Teil am Donnerstag (27.10.) in die deutschen Kinos kommt, liefern die Amerikaner ein sehenswertes Leinwand-Werk um das runde Leder.

    Dabei ist Story eine simple Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär- Variante: Der illegal in die USA eingewanderte Jugendliche Santiago Munez (Kuno Becker) träumt von einer Fußballerkarriere. Gegen den Willen seines Vaters (Tony Plana), eines Tagelöhners, nutzt der Argentinier die Chance, beim britischen Premiere League-Club Newcastle United vorzuspielen. Doch im Mutterland des Fußballs weht ein rauer Wind, Munez droht zu scheitern.

    Die größte und selten bestandene Herausforderung von Fußballfilmen ist wohl, die Spielszenen auf dem Rasen realitätsnah, mitreißend und optisch ansprechend zu inszenieren. Genau dies ist Regisseur Danny Cannon («Judge Dredd», US-Fernsehserie «CSI: Miami») gelungen. Nicht nur für Fans ist das Geschehen auf dem Rasen packend dargestellt, auch Fußballmuffel werden die Sportart mit ganz anderen Augen sehen.

    Dass der Film trotz der Klischee behafteten Story zu einem Ereignis wird, haben die Produzenten vor allem auch der Hilfe der FIFA zu verdanken. So konnten die Spielszenen in den Originalstadien der englischen Liga mit Unterstützung vieler Fußballprofis gedreht werden. Weltstars wie David Beckham, Zinedine Zidane, Alan Shearer und Raùl schmücken «Goal!» mit ihren Gastauftritten zusätzlich.

    So lebt der Kinofilm insbesondere von der Atmosphäre. Mitunter fühlt sich der Zuschauer wie auf den besten Plätzen im Stadion, lautstarke Fangesänge und das dumpfe Klatschen des Balls im Surround Ton inklusive. Und die triste Kulisse der verregneten englischen Arbeiterstadt bildet den richtigen Gegensatz, um das Drama sich voll entfalten zu lassen. Die Sets der kommenden beiden Teile sollen in Fußballmetropolen auf dem europäischen Kontinent verlegt werden. Und - so viel sei verraten - im dritten Teil soll Munez laut Script auch als Nationalspieler bei der WM in Deutschland kicken dürfen.

    Filmische Glanzpunkte sind insbesondere die Sportszenen, aber auch die schauspielerischen Leistungen fallen nicht ab. Insbesondere Hauptdarsteller Becker (27), in seiner Heimat Mexiko bereits ein Superstar, steht die Rolle des zielstrebigen aber unsicheren Fußball- Lehrlings äußerst gut. Seine Ausstrahlung dürfte vor allem weiblichen Kinofans einen Anlass geben, seinen Namen in Erinnerung zu behalten. So ist der erste große Fußballfilm Hollywoods kein Eigentor geworden.

    dpa

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