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  • Kritik: Mit Colt und den Waffen einer Frau

    Frauen können alles, was Männer können. Sie können schießen, fluchen und sich raufen. Nachdem sie das in etlichen Hollywood-Actionstreifen bewiesen haben, ist nun eines der letzten Filmgenres dran, das bisher den Männern vorbehalten war: der Western.

    Die Latina-Schönheiten Salma Hayek und Penélope Cruz zeigen in der Westernkomödie «Bandidas» (Regie: Joachim Roenning und Espen Sandberg), dass auch Frauen reiten können, Banken überfallen und für Gerechtigkeit und Ordnung sorgen. Dabei stehen die Mexikanerin und die Spanierin ihren männlichen Kollegen in nichts nach und machen deutlich: «Der Wilde Westen gehört uns».

    1880: Das Gesetz des Wilden Westen verschont auch Mexiko nicht. Sara (Salma Hayek), die Tochter eines reichen Bankiers, und Maria (Penélope Cruz), die aus einer Bauernfamilie stammt, verbindet wenig. Bis zu dem Tag, an dem Tyler Jackson (Dwight Yoakam), Repräsentant einer New Yorker Bank, in ihr Leben tritt. Bei dem Versuch, sich unrechtmäßig mexikanisches Land für den Bau der amerikanischen Eisenbahn anzueignen, bringt er kaltblütig die Väter der beiden um. Um ihre Familien zu rächen und den mexikanischen Bauern ihr Land wieder zu geben, beschließen die beiden, sich zusammenzutun und künftig Banken zu überfallen.

    Produzent Luc Besson («Leon - Der Profi», «Der Transporter»), war sofort Feuer und Flamme, als Penélope Cruz ihm vorschlug, doch einen Film mit ihr und Salma Hayek zu produzieren. Er hat den beiden das Drehbuch quasi auf den Leib geschrieben. Gleich die Eingangsszene zeigt, was den Reiz dieses Films ausmacht: Mit Stiefeln, Sporen und feinem Reitkostüm schreitet die verwöhnte Sara über die Veranda, als ihr Maria in ihrem einfachen Bauernrock begegnet. Die beiden Frauen stolzieren ohne ein Wort aneinander vorbei, bis Maria bissig bemerkt: «Dass hat der arme Hengst nicht verdient, dass Du ihn mit diesen Sporen traktierst.»

    Sofort ist das schönste Wortgefecht in Gang und die beiden Frauen werden sich noch lange bekriegen, bis sie sich endlich als Freundinnen in den Armen liegen. Behilflich ist ihnen dabei Sam Shepard als alter Haudegen, der den Kämpferinnen für das Gute erstmal das nötige Rüstzeug für ihren Rachefeldzug vermitteln muss. Das Banditenhandwerk will schließlich gelernt sein. Doch erst als die verwöhnte Sara der gutherzigen Maria das Leben rettet, kann das Abenteuer «Wir befreien Mexiko von den bösen Amerikanern» beginnen.

    Natürlich wird in der Geschichte kein Klischee ausgelassen: Da ist der Bösewicht, der den armen Mexikanern ihr Land abjagen will. Ihm soll der tollpatschige Detektiv Quentin (Steve Zahn) helfen, die beiden hübschen Bankräuberinnen zu fassen. Schnell überzeugen die Mädels Quentin jedoch davon, dass er auf der falschen Seite steht und schon bald rauben sie die Banken gemeinsam aus - wobei die beiden aber viel mehr die Frage beschäftigt, wer von ihnen besser küssen kann. Bis zum finalen Showdown müssen sie etliche Abenteuer bestehen, aber am Ende siegt das Gute und die beiden Heldinnen können dem Sonnenuntergang entgegen reiten.

    Carola GroßeWilde, dpa

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