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  • Kritik: Michael Keaton

    Vom Superhelden Batman bis zum Familienvater hat der amerikanische Schauspieler Michael Keaton schon die unterschiedlichsten Rollen übernommen, einschließlich obskurer und böser Gestalten. Eine besonders dämonische Figur verkörpert der 46jährige Darsteller in dem Film "Desperate Measures", der am 14. Mai in die deutschen Kinos kommt.

    Unter der Regie des Franzosen Barbet Schroeder spielt er gekonnt einen psychopathischen Serienmörder. Ein "eiskaltes Monster" wollte er sein, sagte Keaton in Interviews, müsse aber zugeben, daß Kollegen schon Größeres vollbracht hätten. "Du kannst nicht besser sein, als Anthony Hopkins in ,Das Schweigen der Lämmer' war."

    Keaton alias Peter McCabe hat bereits die Hälfte seines kriminellen Lebens in einem Hochsicherheitsgefängnis verbracht, als er um eine Rückenmarkspende für ein Leukämie-krankes Kind gebeten wird. Der Vater des zum Sterben verurteilten Sohnes ist ein Polizist, der den Verbrecher als einzigen passenden Spender mit dem richtigen genetischen DNA-Code ausfindig gemacht hat. In dieser Rolle bittet Andy Garcia den kaltblütigen Mörder um Mitgefühl. McCabe, der nichts zu verlieren hat, willigt ein, weil er aus dem Krankenhaus zu flüchten hofft. Conner muß genau das mit allen Mitteln verhindern, da er alles verlieren könnte.

    Die Dynamik des Thrillers speist sich aus dem Kräftespiel der beiden, als es McCabe gelingt, sich vom Operationstisch zu befreien und eine Nacht lang das Krankenhaus zu terrorisieren. Er wird gejagt, und der Polizist versucht verzweifelt, dabei das Leben des Mörders zu bewahren. Die Kontrahenten verändern ihre seelische Verfassung: Während der Böse "Momente der Menschlichkeit" zeigt und manchmal sogar liebenswerte Züge hat, wird aus dem Guten ein Gesetzesbrecher, der einen "Mörder am Leben erhalten muß". Leider gab der Regisseur Keaton zu wenig Raum, die Grautöne des Charakters herauszuholen.

    Dabei hat sich Schroeder schon dreimal erfolgreich mit "Verkörperungen des Bösen", nämlich in "Die Affäre der Sunny von B.", "Kiss of Death" und "Weiblich, ledig, jung sucht...". Sein neuer Streifen sei ein "Bruder" zu letzterem, meinte der Regisseur im Gespräch. Über Keatons Rolle sagte er: "Je mehr man von der guten Seite zeigt, desto furchterregender wird der Charakter".

    Elisabeth Weymann, dpa

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