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  • Kritik: Mel Gibson und Danny Glover:

    Kann ein Actionfilm viel taugen, dessen Helden sich sagen: "Ich bin zu alt für diesen Scheiß"? Er kann, wenn die alternden Heroen Mel Gibson und Danny Glover heißen und der Dialog im vierten Teil des Kassenknüllers "Lethal Weapon" stattfindet. In diesem Streifen, der am 13. August in den deutschen Kinos anläuft, lassen die beiden Haudegen es wieder ordentlich krachen, und auch das Lachen kommt natürlich nicht zu kurz.

    Am Anfang des Films begegnen die beiden einem Wahnsinnigen, der in einer kugelsicherer Rüstung steckt und wahllos auf einer Kreuzung um sich schießt. Gibson entwickelt einen verrückten Plan, um den Schützen abzulenken, was zum feurigen Ende des Gangsters führt und einen Tanklastwagen etliche Meter hoch in die Luft fliegen läßt. Dann sieht man Gibson und Glover zusammen mit Joe Pesci auf einem Angeltrip an Bord von Glovers Boot. Aus dem Nebel kommt ein chinesischer Frachter, rammt das Boot, es gibt eine Schießerei, Gibson entert den Frachter, der Bug explodiert, das Angelboot sinkt, Glover und Pesci werden von einem Hai angegriffen, der Frachter läuft auf den Strand.

    An dieser Stelle sind gerade 15 Minuten des Films vorbei. Seit 1987 sind Gibson und Glover als Detektive Martin Riggs und Roger Murtaugh unterwegs. Dieser vierte Teil ist der beste bisher. Nicht nur, weil Regisseur Richard Donner ohne Ende Explosionen, Stunts, Verfolgungsjagden und Schießereien auffährt, sondern auch weil Gibson und Glover eine feine Ironie entwickeln und ihre ewige Streiterei neue Höhen erreicht.

    Das langsame Altern der beiden Top-Ermittler zieht sich wie ein roter Faden durch den Film: Gibson als Riggs wird Vater, traut sich aber nicht, seiner Freundin (Rene Russo) einen Heiratsantrag zu machen. Glover als Murtaugh wird Großvater und kennt nicht mal den Vater des Enkelkindes, was ihn die Wand hochtreibt. In den ersten zwei Dritteln des Filmes reiht sich Niederlage an Niederlage vor allem für Gibson: Er wird von einem flinken Karatehelden verprügelt, verliert eine Verfolgungsjagd und dann das: Beim Boxtraining wird ihm ein Übungskampf zuviel. "Ich bin zu alt für diesen Scheiß", stellt er fest und fragt seinen älteren Kumpel: "Was soll ich bloß machen?" "Gewöhn dich dran - ich tu es auch", antwortet der.

    Für schrillen Humor sorgt wieder Joe Pesci, der zum dritten Mal bei "Lethal Weapon" dabei ist. In der Rolle des Quälgeistes Leo Getz ist er Privatdetektiv geworden. Außerdem ist wieder die schöne Rene Russo mit von der Partie, hat aber zu wenig zu tun, um darstellerisch glänzen zu können. Die Handlung ist da eher zweitrangig, es geht um Menschenschmuggel aus China in die USA, was die Gelegenheit zu ein paar tollen Szenen in Chinatown gibt. Und zu einem wilden Showdown, in dem sich Gibson und Glover mit einer Karate-Kampfmaschine prügeln, gespielt von Hongkong-Star Jet Li.

    Claus-Peter Tiemann, AP

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