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  • Kritik: Mark Waters turbulente Übersinnlichkeitskomödie

    Genüsslich entspannt sich ein junger Gartenbauarchitekt (Mark Ruffalo) in seinem gerade angemieteten Apartment bei Fast Food und Dosenbier vor dem Fernseher. Als plötzlich eine junge Frau (Reese Witherspoon) vor ihm steht, die sich über die klebrigen Dosenränder auf ihrem Mahagoni-Tisch beschwert, schreibt er die ungebetene Besucherin zunächst seinem Rausch zu.

    In seiner turbulenten Übersinnlichkeitskomödie «Solange Du da bist» schickt US-Regisseur Mark Waters («Girls Club - Vorsicht bissig») einem ahnungslosen Mieter in San Francisco den Geist einer Koma-Patientin ins Haus: lästig, lebhaft, liebenswert.

    Die Vorlage zu dieser originellen Kinoromanze lieferte der französische Autor Marc Levy mit seinem gleichnamigen Bestseller-Roman, der in 28 Sprachen übersetzt wurde. Auf diesen Stoff wurden die beiden Hollywood-Produzenten Laurie MacDonald und Walter F. Parkes («Men in Black», «Die Insel») bereits aufmerksam, bevor das Buch auf Englisch erschien und sicherten sich frühzeitig die Verfilmungsrechte daran. Als Drehbuchautoren für dieses Filmprojekt engagierten sie Peter Tolan («Reine Nervensache») und Leslie Dixon («Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen»), welche die Grundidee des Buches bewahrten, aber die Figuren für die Leinwandadaption noch weiter entwickelten.

    Zunächst sucht der verstörte Witwer Rat bei einem befreundeten Psychiater (Donal Logue). Da alle Versuche scheitern, den aufdringlichen Hausgeist aus seinem Leben zu verbannen, arrangiert er sich mit dieser seltsamen Situation und findet sogar zunehmend Gefallen an dieser unbekannten Unsichtbaren. Gemeinsam mit ihr findet er heraus, dass sie früher als Ärztin in einem Krankenhaus tätig war, in dem sie nun selbst als Koma-Patientin liegt. Als ihre Schwester (Dina Waters) den Ärzten die Einwilligung gibt, die Herz-Lungen-Maschine abzuschalten, beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit.

    Bei den Dreharbeiten wurde Ruffalo vor eine ungewöhnliche Herausforderung gestellt. Er musste jede Szene, in der seine Filmpartnerin Witherspoon auftauchte, jeweils einmal mit ihr sowie ein zweites Mal ohne sie drehen. Dadurch besaß Waters später beim Schnitt die Möglichkeit, eine Szene jederzeit sowohl aus der Perspektive des Hauptdarstellers zu zeigen als auch aus der Sicht von Dritten, die den Geist nicht sehen können.

    Mit dieser romantisch-verspielten Komödie, die inhaltlich an Kassenerfolge wie «Ghost - Nachricht an Sam» oder «Stadt der Engel» anknüpft, liefert Waters klassisches Unterhaltungskino, das vor allem die weibliche Zielgruppe ansprechen dürfte. Der Film besticht vor allem durch den Witz und Charme der beiden Hauptdarsteller Witherspoon und Ruffalo, aber auch durch seinen gelungenen Soundtrack. Für eine stimmungsvolle, musikalische Untermalung sorgen Katie Melua, die ihre Bar-Lounge-Jazz-Sixties-Pop-Version des Titelsongs «Just Like Heaven» über den Vorspann haucht, sowie neue Cover-Versionen von Evergreens wie «Brass In Pocket», «Ghostbusters» oder dem Temptations-Hit «Just My Imagination (Running Away With Me)».

    dpa

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