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  • Kritik: Märchenhafte Silvester-Odyssee

    Berlin, Silvester 1999: Für den gerade aus dem Knast entlassenen Toto (Jürgen Tarrach) ist dies die Nacht der guten Vorsätze. Mit dem Ziel, der beste Busfahrer Berlins zu werden, steuert er seinen Doppeldecker pünktlich von Haltestelle zu Haltestelle.

    Dieser geregelte Fahrplan gerät jedoch völlig durcheinander, als plötzlich die hochschwangere Russin Natalia (Tamara Simunovic) unmittelbar vor seinen Augen auf die Fahrbahn springt. Mit einer Vollbremsung schafft es Toto, dass schwere Fahrzeug gerade noch in letzter Sekunde zum Stehen zu bringen. Doch damit fangen für ihn die Probleme erst richtig an.

    Denn der nigerianische Drogenkurier Ossi (Royal Atakpa) hat das Manöver nicht überlebt. Als Natalia bei ihm einen Koffer voller Kokain entdeckt, wittert sie das große Geschäft. Nach seinem mit dem Studenten-Oscar gekrönten Kurzfilm "Rochade" gibt der deutsche Regisseur Thorsten Schmidt nun mit dem romantischen Großstadtmärchen "Schnee in der Neujahrsnacht" sein Spielfilmdebüt: magisch, modern, mitreißend. "Diese Geschichte besitzt so viel Humor und Emotionen, dass sie mich sofort in ihren Bann zog", sagt Thorsten Schmidt.

    Alle Fäden dieser abenteuerlichen Silvester-Nacht laufen bei dem melancholischen Radio-Moderator Zippo (Hannes Jaenicke) zusammen. Zu den Anrufern in seinem Studio gehören neben Toto unter anderem der betrunkene Ire Rory (Eric Burdon), der aus Eifersucht um Mitternacht seine Frau Carola (Barbara Rudnik) aus einem Fessel- Ballon erschießen will sowie ein Mitglied der Animal Liberation Front, der im Zoologischen Garten alle Tiere freilassen möchte. Doch dann reißt das Gespräch ab, und in Berlin ist der Bär los.

    Ein Teil der Dreharbeiten erfolgte bereits Silvester 1998 vor dem Brandenburger Tor bevor überhaupt die Finanzierung dieses sechs Millionen Mark teuren Filmprojekts gesichert war. Der romantische, märchenhafte Aspekt dieser letzten Nacht des Jahrtausends war es, den der Hauptdarsteller Jürgen Tarrach an dieser Geschichte gereizt hat. "Toto hat sich ein Lebens-Korsett angelegt, das Natalia im Laufe dieser Nacht öffnet", so der Hauptdarsteller. "Er wird zu einem Held wider Willen." Im Mittelpunkt des Streifens stehen die Menschen am Rande dieser Nacht, deren Schicksale Thorsten Schmidt in diesem flotten Roadmovie mit viel Humor, überraschenden Wendungen und rasantem Tempo zusammenfügt.

    Birgit Heidsiek, dpa

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