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  • Kritik: "Macbeth" auf der Raveparty

    Irgendwie hat�s auch was mit Shakespeare zu tun...

    Die deutsch-kanadische Koproduktion (Kinostart 8. November) ist nach Angaben der Produktionsfirma der erste komplett digital gedrehte Kinofilm. Nach dem Motto "Shakespeare meets Techno" adaptiert der deutsche Regisseur Klaus Knoesel die klassische Tragödie um Macht, Gier und Intrigen in die Welt jugendlicher Raver.

    Den neuzeitlichen Macbeth soll im Film der junge Marcus (Michael Rosenbaum) verkörpern. Er besucht - berauscht von Haschisch und Ecstasy - gemeinsam mit seinem Freund Troy (Jamie Elman) eine Rave- Party. In das Getümmel stürzen sich auch die Freundinnen der beiden, Lidia und Helena. Den beiden Jungs erscheinen mitten im Disco- Treiben die drei "Petrie-Girls", die Schicksalsschwestern - mit verworrenen Prophezeiungen. Gespielt werden die Hexen von den deutschen Schauspielerinnen Anna Thalbach, Annette von Klier und Jeannette Hain.

    Eine ihrer Ankündigungen wird kurz darauf wahr: Der Drogenzar des Clubs macht Marcus und Troy zu seinen Vertrauten. Die beiden Freunde sollen den Ecstasy-Verkauf auf dem Dancefloor kontrollieren. Die Freude über die vermeintliche Machtposition hält jedoch in der Clique nicht lange an: Die Gier nach mehr lässt Marcus - angestachelt von seiner Freundin Lidia - außer Kontrolle geraten.

    Die oft in verschwommenen oder grellen Bildern erzählte Geschichte hat mit der Vorlage aus dem 17. Jahrhundert nicht allzu viel gemein. Zwar stimmen Handlung und Motivation der Akteure Marcus und Lidia (Macbeth und Lady Macbeth) grob mit Shakespeares Werk überein, jedoch fehlt den Figuren im Film der Tiefgang und die feine Ausarbeitung der Charaktere im meisterlichen Bühnenstück.

    Regisseur Knoesel machte bislang hauptsächlich durch Fernsehproduktionen auf sich aufmerksam, etwa mit "Drei Tage Angst" mit Esther Schweins und Ralf Bauer oder mit "Doggy Dog - Eine total verrückte Hundeentführung" mit Jenny Elvers. Gedreht wurde "Rave Macbeth" in einem Nachtclub in München.

    Andrea Löbbecke, dpa

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