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  • Kritik: Lukas auf der Suche nach der Traumfrau auf Abwegen

    Das Glück geht bekanntlich seltsame Wege. Das muß auch der hoffnungslose Romantiker Lukas feststellen, als ihm die rothaarige Nathalie über den Weg läuft. Er hält sie für die Frau seines Lebens, verliert aber ungeschickterweise ihre Telefonnummer. Für den jungen Klavierlehrer beginnt damit die Suche nach dem Glück, die ihn auf ungeahnte Abwege führt. Was "Der Strand von Trouville" - der erste Kinofilm des Autors und Regisseurs Michael Hofmann - am Anfang verspricht, kann er nicht halten. Die Dialoge sind zu wenig spritzig, die Handlung meist zu langatmig.

    Einzige herausragende Szene des Filmes ist das eigenwillige Trinkgelage von Lukas mit seiner neuen Bekanntschaft, der impulsiven Parfümverkauferin Alice. An ihrem ersten Abend trinken die beiden die eigenartigsten alkoholischen Mixturen, so beispielsweise "Kikeriki" (Eierlikör mit Fanta) und "Möwenschiß" (Korn mit Leberwurst). Der Autor und Regisseur des Films hätte mehr solcher Ideen sammeln sollen, bevor er ans Werk ging. Vermutlich wäre der Streifen, der am 7. Mai in den Kinos anläuft, dann unterhaltsamer geworden.

    "Der Strand von Trouville" bietet dem Zuschauer wenig neue Ideen und zu viel Vorhersehbares. So verwundert es kaum, daß Lukas - gespielt von Boris Aljinovic - am Ende gar nicht mehr Nathalie begehrt, sondern seine Zufallsbekanntschaft Alice. Doch dafür muß er erst mehrere Enttäuschungen und eine weitere, schicksalhafte Begegnung mit der so unerreichbaren Traumfrau Nathalie erleben.

    Zwar stellt Alice, die von Antje Westermann gespielt wird, immer wieder fest, daß sie und Lukas nicht zusammenpassen. Aber am Ende ist es doch mehr als die gemeinsame Liebe zu mitternächtlichen Schoko-Crepes, was die beiden verbindet. Der Strand von Trouville ist für alle Protagonisten des Filmes bald ein mystischer Ort, ein Fluchtpunkt aller Wünsche und Sehnsüchte. Und natürlich - wer hätte das gedacht - treffen sie sich am Ende alle genau dort wieder.

    Das alles mag gut gemeint sein, aber es reicht - einmal mehr - nicht für die große Leinwand. Warum das kaum anders kommen konnte, zeigt die Tatsache, daß neben zwei Filmproduktionsfirmen nicht weniger als fünf Fernsehanstalten an dem Film beteiligt waren. Viele Köche verderben aber bekanntlich den Brei. Zumindest kochen sie ihn ohne Würze und unverwechselbaren Geschmack. Was auf der Mattscheibe in der Bilderflut nicht weiter auffällt, wird aber im Kino bloßgestellt. "Der Strand von Trouville" ist dafür nur ein weiteres Beispiel.

    Susann Huster, AP

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