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  • Kritik: Liebe auf den zweiten Blick:

    Er ist der Märchenprinz, sie die unattraktive Außenseiterin. Eigentlich könnte so ein Märchen beginnen. Es ist nur so, daß die moderne Cinderella-Version Ende der neunziger Jahre mitten in Los Angeles spielt und der Prinz ein umschwärmter High-School-Sprecher namens Zack ist.

    Der gutaussehende Einserschüler liebt die Schuldiva Taylor, die ihn eines Tages jedoch für einen eitlen Blender kalt abserviert. Um sein Sieger-Image aufrechtzuerhalten, läßt sich Zack auf eine perfide Wette mit seinem Freund Dean ein: Jedes Mädchen der Schule könne er binnen sechs Wochen zur Königin des Abschlußballs machen.

    Deans Wahl fällt auf die unscheinbare Laney. Wie es sich für ein modernes Aschenputtel gehört, trägt sie eine große Hornbrille und exzentrische Flohmarktkleider. Von Zacks plötzlichen Annäherungsversuchen völlig irritiert, gibt sie ihm zunächst einen Korb auf den anderen. Irgendwann jedoch bröckelt die Mauer ihrer feindlichen Unnahbarkeit, und die beiden kommen sich näher. In solch ein Märchen paßt natürlich nur eine atemberaubende Schönheit. Deshalb verwandelt sich Laney dank schicker Kleider, Make-up und Verzichts auf ihre Brille vom Frosch zur Prinzessin. Das häßliche Entlein von einst entwickelt sich an Zacks Seite zum Gesprächsthema der High School. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebe auf den zweiten Blick. So leicht gibt sich jedoch Taylor nicht geschlagen. Die inzwischen von ihrem Neuen verlassene, boshafte Diva läßt nichts unversucht, um ihre Rivalin zu demütigen.

    Soviel Glück auf einmal ist für den Zuschauer irgendwann langweilig. Also kommt es, wie es kommen muß: Dean verrät Laney das Geheimnis der Wette und präsentiert sich selbst als ihr glühender Verehrer. Sie ist völlig am Boden zerstört. Zu allem Unglück tanzt der sichtlich verwirrte Zack auf dem Abschlußball auch noch mit seiner Ex, und die beiden werden zum Traumpaar des Abends gekürt. Aber der High-School-Prinz ist längst in Liebe zu der schönen Cinderella entbrannt.

    Der Film "Eine wie keine" wäre keine Hollywood-Produktion, gäbe es kein Happy-End. Wie das aussieht, weiß der Zuschauer allerdings bereits nach wenigen Minuten. Trotz des vorhersehbaren kitschigen Endes ist der Film von Regisseur Robert Iscove amüsant und dürfte ab 22. Juli eher jüngeres Publikum in die Kinos ziehen. Vor allem die Fans der Teenie-Seifenoper "Beverly Hills 90210" werden auf ihre Kosten kommen, wenn die fast ausnahmslos schönen Darsteller - allen voran die beiden Protagonisten Rachael Leigh Cook und Freddie Prince Jr. - lieben, leiden und in ein Netz von Intrigen geraten. Eben eine Geschichte über das Liebesleben ganz normaler amerikanischer Teenager.

    Susann Huster, AP

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