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  • Kritik: Leicht verdauliche "Matilda":

    Leipzig (AP) Matilda muß man einfach liebhaben. Wohl die meisten Eltern würden sich ein Kind wie sie wünschen. Nicht so die Wurmwalds. Für sie ist das intelligente Kind eher ein lästiges Anhängsel, ein Kuckucksei im Haus, das sie mit ihrer naseweisen Art nervt. Matilda fühlt sich unverstanden und allein. Doch das ändert sich, als sie ihre ungewöhnlichen telekinetischen Fähigkeiten entdeckt. Mit klug eingefädelten Streichen setzt sich die Sechsjährige damit gegen die Grobheiten der Erwachsenen zur Wehr.

    Regisseur und Darsteller Danny de Vito drehte mit dem Film "Matilda" ein modernes Kinomärchen a la Hollywood, an dem nicht nur Kinder ihre helle Freude haben werden. Deutscher Kinostart des Streifens ist am 20. März.

    Während sich der schmierige Gebrauchtwagenhändler Harry Wurmwald - gespielt von Danny de Vito - und die von seiner Ehefrau Rhea Perlman dargestellte Bingospielerin Zinnia allabendlich diverse Spielshows im Fernsehen ansehen, bringt sich Matilda schon als Kleinkind selbst das Lesen bei. Mit vier Jahren geht sie regelmäßig in die Bibliothek und sucht Trost in ihren Büchern, die für ihren Vater nichts weiter als "Schrott" sind.

    Ihre egoistischen, dümmlichen Eltern wissen mit dem klugen, liebenswürdigen Kind nichts anzufangen. Auf Matildas Wunsch, endlich in die Schule gehen zu können, reagieren sie mit Unverständnis. "Mit dem Mädchen stimmt was nicht", stellt ihre wasserstoffblonde Mutter nur überrascht fest und übersieht dabei die besondere Begabung Matildas. Die kann Dinge einfach nur mit ihrem Willen bewegen, ohne sie zu berühren. So läßt sei zu Hause den verhaßten Fernseher explodieren oder knallt dem Vater die Tür des Kinderzimmers ins Gesicht.

    Als die Eltern schließlich doch eine Schule für Matilda aussuchen, hilft ihr diese telekinetische Fähigkeit auch, das Schreckensregiment der gemeinen Schuldirektorin Knüppelkuh zu besiegen. Gemeinsam mit ihrer liebevollen Klassenlehrerin Fräulein Honig läßt sich Matilda auf atemberaubende Abenteuer ein. Aber wie es sich für ein richtiges Märchen gehört, siegt sie am Ende über das Böse und bekommt das, wovon alle Kinder träumen: ein schönes, gemütliches Zuhause.

    "Matilda" ist ein leicht verdaulicher Kino-Spaß für die ganze Familie. Maßgeblichen Anteil daran hat die achtjährige Titelheldin Mara Wilson, die 1995 im Film "Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen" als damals Sechsjährige ihr Leinwanddebüt gab. Sie schafft es, mit ihrer liebenswerten, aufgeweckten Art kleine und große Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Sie leiden, träumen und freuen sich mit ihr bis zum Happy-End. Auch Danny de Vito wirkt als chaotischer, krimineller und manchmal auch leicht trotteliger Vater überzeugend. Ganz zu schweigen von Pam Ferris, die als bösartige Schuldirektorin Knüppelkuh sicher nicht nur ihre Schüler das Fürchten lehrt.

    Von AP-Korrespondentin Susann Huster

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