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  • Kritik: Leibwächter des Kaisers von China seine entführte Prinzessin

    Jackie Chan, der Meister der Kampfkunst-Komödien, ist diesmal ein tapsiges Mitglied der kaiserlichen Leibgarde in China, anno 1881. Dieser Chon Wang darf die schöne Kaisertochter Pei Pei, die er anhimmelt, nicht einmal anblicken, sondern muss sich vor ihr in den Staub werfen, sobald sie seinen Weg kreuzt.

    Die aufmüpfige Pei Pei (Lucy Liu) wird in den Wilden Westen entführt, und Chon muss es auf der Spur ihrer Kidnapper mit Indianern und Revolverhelden aufnehmen. Die köstliche, mit atemberaubenden Stunts gespickte US-Komödie "Shanghai Noon" kommt am 19. Oktober in die Kinos.

    Zu den auserwählten Leibwächtern des Kaisers, die den Kidnappern der Prinzessin das Lösegeld bringen sollen, gehört Chon nicht. Er darf die Gruppe aber als Kofferträger in den Wilden Westen begleiten. Schon auf der Zugfahrt durch Nevada werden die Gardisten in einen Kampf mit Banditen verwickelt. Chon macht sich danach allein auf den Weg nach Carson City. Doch unterwegs braucht ein Indianerjunge, den feindliche Krieger des Nachbarstammes verfolgen, dringend Hilfe. Chon lehrt die Krieger mit seinen so komischen wie effektiven Methoden das Fürchten. Der Stamm des Jungen nimmt ihn zum Dank auf, und zwar als Ehemann der Häuptlingstochter.

    Doch Chon setzt seinen Weg fort, um die Prinzessin zu befreien, landet aber nach einer Kneipenschlägerei im Gefängnis. Mitinsasse ist der Anführer der Eisenbahnräuber, den seine Kumpanen längst im Stich gelassen haben. Dieser Roy, gespielt von Owen Wilson, ist ein blonder, philosophische Reden schwingender Leichtfuß, der sich nicht so ganz zum Cowboyhelden eignet. "Lass es mich so ausdrücken", meint er zum Beispiel, "mein Pferd ist sicher nicht mein bester Freund."

    "Als ich noch ein kleiner Junge war, ließ ich mich oft als Cowboy fotografieren", sagt Jackie Chan, der für diese Rolle Reiten lernte. Die beiden Drehbuchautoren Alfred Gough und Miles Millar schrieben einen Entwurf, der Chan zufolge sehr asiatisch geraten war, so um, dass daraus ein echter Western wurde. Regie führte der Amerikaner Tom Dey in seinem ersten Spielfilm.

    Man kann Tränen lachen über diese Abenteuer des asiatischen Kämpfers im Wilden Westen. Da ist vor allem die komische Männerfreundschaft zwischen Chon und Roy. Alle Register der klassischen Westernfilme werden gezogen, vom Besäufnis der Helden in den Badewannen eines Bordells bis zum Aufeinanderprallen der Kulturen: "Wenigstens ist er kein Weißer", trösten die Indianer ihren Häuptling, der den seltsamen Fremdling zum Schwiegersohn bekommt. Außer Jackie Chans vielen neuen Stunts der Spitzenklasse sind auch die missglückten Szenen aus den Dreharbeiten ein Genuss, die im Abspann gezeigt werden.

    Bianka Piringer, AP

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