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  • Kritik: Launiger Ottifanten-Zeichentrick

    Bastian Pastewka leiht wieder seine Stimme

    Mit der Stimme des Ex-"Wochenshow"- Komikers Bastian Pastewka und dem von Stefan Raab produzierten Titelsong wollen die Macher ein junges erwachsenes Publikum ins Kino locken.

    "Das ist vom Genre so was wie ein Action-Zeichentrickfilm", meint Pastewka, der dem Pechvogel Paul Bommel seine Stimme leiht. Familienvater Paul ist in der Klemme, weil er Spendengelder beim Schweinerennen verwettet hat. Zusammen mit Opa Bommel und dem Baby, gesprochen von Otto Waalkes, stolpert er auf der Suche nach dem Schatz des Piraten Störtebeker von einem Unglück ins nächste.

    "Norddeutsches Flair" verströmt die Story nach Ansicht der Drehbuchautoren Gunter Baars und Ully Arndt, die bereits die "Ottifanten"-Comics zeichneten und schrieben. Handlungsort ist vor allem Hamburg-St. Pauli, das anheimelnd-verrucht in Szene gesetzt ist. Dort begegnen die Antihelden zwischen Hafenkneipen und Sexshops Figuren wie dem Fiesling und dem Schläger - ebenso geldgierigen wie finsteren Gestalten, die keine Namen brauchen.

    Die Handlung ist schnell erzählt und bringt Familie Bommel in Verfolgungsjagden mit "James Bond"-Wagen und Paul als vermeintlichen Schiedsrichter in ein rabiates Spiel des FC St. Pauli gegen Bayern München. Nicht gerade leichtfüßig ist zuweilen der Dialogwitz. Wenig originell ist es, wenn Baby Bruno droht: "Ich kann Karaoke!" Und just, als Opa Bommel das Zeitliche segnen soll, bekommt der Sensenmann einen Anruf auf dem Handy: "Das war mein Chef, der ist mit dem linken Huf zuerst aufgestanden."

    Die Tonfassung des Films wurde schon 1998 produziert, bevor die Zeichnungen entstanden. "Weil Paul Bommel in Slapsticksituationen gerät, die man noch nicht sieht, ist das schon sehr schwer", beschreibt Pastewka die Arbeit im Tonstudio. Rund 40 Prozent seiner Sprecherrolle hätten aus Lauten und Schreien bestanden: "Das beste Kommando war: 'Fall' in Zeitlupe über einen Eimer!'" Neben den handgezeichneten Figuren und den Hintergründen, die mit Aquarellfarben gestaltet wurden, finden sich auch in "Kommando Störtebeker" computeranimierte Szenen.

    Den "Ottifanten"-Sprecher Bastian Pastewka hört das Kinopublikum bereits zum zweiten Mal als Stimme einer Trickfigur. Zuvor synchronisierte er die Maus Stuart Little in dem gleichnamigen Kinderfilm. Der Comedian, der im Juni aus der SAT.1-"Wochenshow" ausstieg, macht nach eigenen Angaben zur Zeit gar nichts. Ende November ist Pastewka in seiner ersten Kinorolle in Peter Timms "Der Zimmerspringbrunnen" zu sehen.

    Nina Lepsius, dpa

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