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  • Kritik: Laues Sequel der MafiaKomödie

    Er hat es geschafft. Auftragskiller Jimmy «Die Tulpe» Tudeski (Bruce Willis) genießt seinen Vorruhestand in Mexiko. Von den Mobstern zum Mob. Bewaffnet mit Staubsauger, Schürze und Kopftuch gibt Jimmy den perfekten Hausmann, Hobbykoch und Hühnerzüchter. Richtige Witzfigur, dieser Typ. Und dann erfahren wir von Ehefrau Jill (Amanda Peet) die schreckliche Wahrheit: Im Bett ist «Die Tulpe» eine Nulpe.

    In «Keine halben Sachen 2 - Jetzt erst recht», der mäßig witzigen Fortsetzung der schwarzhumorigen Mafia-Komödie «Keine halben Sachen» (1999), geht Regie-Routinier Howard Deutch («Ein verrücktes Paar») ganz auf Nummer Sicher. Grundkonstellationen und Charaktere des Vorläufers werden allesamt übernommen und neu aufgewärmt.

    Der propere Saubermann Jimmy muss sich wieder die Hände schmutzig machen. Seine alten «Kollegen» vom organisierten Verbrechen geben einfach keine Ruhe. Tumb wie eh und je machen sie unter Führung ihres Clan-Chefs Lazlo Gogolak (Kevin Pollack) jede Menge Ärger. Auch Jimmys alter Kumpel Oz (Matthew Perry) und Ehefrau Cynthia (Natasha Henstridge) müssen höllisch aufpassen.

    Dabei erweist sich der eiskalte Killer Jimmy als Weichei, das von Vaterfreuden träumt. Richtig witzig oder selbstironisch ist das aber nicht, wenn Bruce Willis mehr schlecht als recht sein Image als Action-Held parodistisch zerpflückt. Matthew Perry («Friends») gibt den hysterischen, tollpatschigen Zahnarzt, der seine Patienten schon einmal mit Lachgas Schachmatt setzt. Zum Totlachen reicht diese Vorstellung aber noch lange nicht.

    Routiniert und eher lustlos bringen alle Beteiligten die pointenschwache Komödie über die Runden, wobei Amanda Peet als Jimmys Ehefrau noch etwas Charme versprüht, wogegen «Species»-Star Natasha Henstridge sichtlich unterfordert eher dekorative Funktionen erfüllt. Bis auf einen schönen Gag über die neuerliche Kabbala-Begeisterung von Popstar Madonna gibt es bis zum süßlichen Finale viel zu wenig zum Lachen.

    dpa

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