40.000
  • Startseite
  • » Kritik: "L.A Confidential":
  • Kritik: "L.A Confidential":

    Hamburg (dpa) - Bestechliche Polizeibeamte, durchgedrehte Filmstars und rasende Klatschreporter - all das gibt es in Los Angeles nicht erst seit wenigen Jahren. Curtis Hanson zeigt in "L. A. Confidential" den Morast aus Korruption und Erpressung, der sich im Police Department der boomenden kalifornischen Metropole der 50er Jahre hinter der Fassade des schönen Scheins verbirgt. Neben Kim Basinger sind in der verwickelten Geschichte um Ehre, Korruption und Gerechtigkeit auch Danny DeVito, "Oscar"-Preisträger Kevin Spacey und der in Hollywood bisher kaum bekannte Guy Pearce zu sehen.

    Pearce, der mit seiner Rolle in der Transvestiten-Komödie "Priscilla - Königin der Wüste" erstmals auch außerhalb seiner australischen Heimat einem größeren Publikum bekannt wurde, spielt den strebsamen und korrekten Polizisten Ed Exley. Zusammen mit seinem eher dem Faustrecht zugeneigten Kollegen Bud White (Russell Crowe) ist er auf der Jagd nach den Drahtziehern eines Mordkomplotts aus dem Umfeld eines Prostituierten-Rings. Ihre Ermittlungen lassen immer deutlicher werden, wie tief auch die Spitzen von Polizei und Staatsanwaltschaft in illegale Machenschaften verstrickt sind.

    Regisseur Hanson hat viel Zeit investiert, um das Los Angeles der 50er Jahre wieder auferstehen zu lassen. An die 60 Schauplätze wurden für die Dreharbeiten neu aufgebaut oder rekonstruiert. "Es kommt mir vor, als hätte ich mein ganzes Leben für den Film recherchiert", sagt Hanson, der in Los Angeles aufgewachsen ist und immer noch dort lebt. "Die Zeit der 50er hat mich immer sehr interessiert. Es waren die Jahre einer blühenden Wirtschaft und eines neuen, optimistischen Blicks auf die Zukunft."

    Kim Basinger spielt die glamouröse Prostituierte Lynn Bracken, in die sich schließlich auch der schlagkräftige Cop Bud White verliebt. "Während alle anderen immer auf der Suche nach ihrer Identität sind, ist Kim die einzige, die die Wahrheit über sich selbst weiß", sagt Hanson über ihre Rolle. "An ihr spiegelt sich der Unterschied zwischen dem Auftreten der Leute und ihrem wahren Sein."

    Den Zusammenhang der verschiedenen Handlungsstränge offenbart Hanson dem Zuschauer erst am Schluß des Films. Am Ende bezahlen fast alle, die an dem Spiel um Geld und Macht beteiligt waren, mit ihrem Leben. Selbst der Klatschreporter Sid Hudgeons (Danny DeVito), der durch seine guten - und bezahlten - Kontakte zur Polizei immer im Besitz der neuesten Sensationsgeschichten war, kann seinen Kopf nicht mehr aus der Schlinge ziehen.

    Von Peter Zöttl, dpa

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Das Wetter in der Region
    Samstag

    -3°C - 4°C
    Sonntag

    -5°C - 2°C
    Montag

    -3°C - 2°C
    Dienstag

    -2°C - 4°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    UMFRAGE
    Thema
    Umfrage: Feiertagsruhe

    Ist es noch zeitgemäß, an etlichen Feiertagen Musik-, Sport- und Tanzveranstaltungen zu verbieten?

    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Rhein-Zeitung bei Twitter
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!