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  • Kritik: Kurt Russell in "Breakdown" - Kinostart: 9. Oktober

    Eine amerikanische Reise: Das Ehepaar Jeff und Amy ist auf dem Weg nach San Diego, um dort einen neuen Anfang zu wagen. Mit ihrem roten Komfortjeep rollen die beiden durch die Wüstenei der südwestlichen USA, grandiose Kulisse für Hollywoods klassische Western-Filme.

    Jeff und Amy sind guter Stimmung, doch die hält nicht lange an. Erst passiert ein merkwürdiger Beinah-Unfall, dann beendet eine ebenso unerklärliche Panne jäh die Reise. Ein schweigsamer Trucker nimmt Amy mit zum nächsten Restaurant, wo sie telefonisch Reparaturhilfe anfordern will. Jeff bleibt zurück und wartet - vergeblich.

    Was dann kommt, ist alptraumhaft, denn bei Jeffs Nachforschungen will niemand wissen, wo Amy abgeblieben ist. Auch der Trucker behauptet, der Frau niemals begegnet zu sein. Jeffs Versuch, die Polizei auf den dreisten Lügner zu hetzen, scheitert kläglich. Also nimmt er mit wachsender Verzweiflung selbst die Suche nach Amy auf - ein lebensgefährliches Unterfangen, das im rasanten Finale seinen Abschluß findet.

    Wie der vollbärtige Kinodebütant Jonathan Mostow sein eigenes Drehbuch mit sicherem Tempoinstinkt und wunderbar geradlinig in Szene gesetzt hat, weckt Hoffnungen auf einen neuen Stern am Regiehimmel. Ohne Schnörkel, ohne überflüssige Dialoge wird der Zuschauer Zeuge eines spannenden Dramas mit bis in die Nebenrollen überzeugend besetzten Darstellern.

    Herausragend agieren die drei Protagonisten von "Breakdown": Der bewährte Haudegen Kurt Russell verkörpert Jeff so attraktiv wie sensibel, die aparte Kathleen Quinlan gibt eine sympathische Frau, die viele Gefahren lohnt. Und der hünenhafte J.T. Walsh liefert als verbrecherischer Trucker sogar eine oscarwürdige Vorstellung. Das gilt auch für die Kameraarbeit von Douglas Milsome, der Mostows Verlangen nach "eleganten und dennoch ehrlichen Bildern" bestens einlöst.

    "Breakdown", ohne hohen Etat entstanden, aber von Produzent Dino De Laurentiis mit großer Erfahrung betreut, ist ein eher kleiner Film mit großen Qualitäten. Denn in jeder Sekunde wird der Betrachter des Geschehens ernst genommen, weil Mostow seine Geschichte ohne Augenzwinkern und Mätzchen erzählt: "Als ich daran schrieb, stellte ich mir vor, wie unwohl sich alle Menschen fühlen, wenn sie sich mitten im Nirgendwo befinden. Diese Urangst wollte ich im Film darstellen."

    Es ist nicht oft im Hollywood-Film dieser Jahre der Fall, daß Anspruch und Realität so wenig auseinanderklaffen wie bei diesem ganz vorzüglichen Film. Mostows Regiedebüt verdient volle Reihen im Parkett.    

    Hamburg (dpa) - Der Alptraum beginnt mit einer ganz normalen Autopanne: Mitten in der menschenleeren Wüste im Südwesten der USA bleibt der neue Jeep von Jeff Taylor und seiner Frau Amy stehen. Ein scheinbar harmloser "Breakdown", eine Panne.

    Ein freundlicher Truck-Fahrer will Amy mitnehmen zum nächsten Telefon. Was folgt, ist eine brutale Entführungsgeschichte, die das Ehepaar nie vergessen wird. Kurt Russell spielt den Mr. Jedermann Jeff Taylor, der seine Frau zurückbekommen will und dafür bis an die äußerste Grenze seiner Kräfte gehen muß.

    Seit seinem Kinodebüt in dem düsteren Endzeit-Thriller "Die Klapperschlange" von John Carpenter 1981 zählt der attraktive Russell zur ersten Wahl für Action-Filme. An seinem Image konnten auch Auftritte in erotischen Thrillern wie "Fatale Begierde" oder Komödien wie "Tango Cash" nur wenig ändern. Und so hat der vielseitige Langzeit-Lebensgefährte von Goldie Hawn einen beruflichen Traum: "Ich würde gern einmal in einer richtig romantischen Komödie spielen. Das ist das einzige Genre, in dem mich Hollywood bisher nicht haben wollte", sagte Russell im Interview.

    Romantik oder Komik hat "Breakdown" nicht zu bieten. Dafür erzählt Regisseur Jonathan Mostow einen packenden, geradlinigen Thriller, der das anfangs gemächliche Tempo bis zum letzten, rasanten Showdown kontinuierlich erhöht. Das Böse verbirgt sich hier hinter den dumpfen Mienen skrupelloser Provinzler. Auf der Suche nach seiner Frau (Kathleen Quinlan), gerät Jeff tief in ein mörderisches Komplott. Da er das geforderte Lösegeld nicht aufbringen kann, muß er versuchen, Amy auf eigene Faust zu befreien.

    In einer Zeit, in der kaum eine größere Hollywood-Produktion auf fantastische Spezialeffekte verzichtet, wirkt "Breakdown" geradezu bodenständig und absolut realistisch. "Alles, was man auf der Leinwand sieht, ist bei den Dreharbeiten wirklich so passiert", betont Erfolgsproduzent Dino de Laurentiis. Bewußt hat er auf Computer- und Trickspezialisten verzichtet, um dem Zuschauer das unmittelbare Gefühl zu geben, ihm selbst könnte dieser Horror auch jederzeit passieren. Sein Star Russell begrüßt das Konzept: "Es ist großartig, was man mit Spezialeffekten alles machen kann. Wenn es aber zu gut wird, dann lenkt es von der Story ab."

    Schade nur, daß die Figuren in "Breakdown" psychologisch zu eindimensional bleiben, um wirkliche, komplette Menschen zu werden. Man würde gern mehr über ihre Hintergründe und Motive erfahren. Für Kurt Russell sind die bei einer Autopanne lauernden Gefahren ohnehin kein großes Thema: "Ich habe den Pilotenschein", erzählt er froh. Und so fliegt er mit seiner Liebsten gern "über die Weinregion von Kalifornien oder zum Skifahren nach Aspen".

    Ein freundlicher Truck-Fahrer will Amy mitnehmen zum nächsten Telefon. Was folgt, ist eine brutale Entführungsgeschichte, die das Ehepaar nie vergessen wird. Kurt Russell spielt den Mr. Jedermann Jeff Taylor, der seine Frau zurückbekommen will und dafür bis an die äußerste Grenze seiner Kräfte gehen muß.

    Russel: Erste Wahl für ActionSeit seinem Kinodebüt in dem düsteren Endzeit-Thriller "Die Klapperschlange" von John Carpenter 1981 zählt der attraktive Russell zur ersten Wahl für Action-Filme. An seinem Image konnten auch Auftritte in erotischen Thrillern wie "Fatale Begierde" oder Komödien wie "Tango Cash" nur wenig ändern. Und so hat der vielseitige Langzeit-Lebensgefährte von Goldie Hawn einen beruflichen Traum: "Ich würde gern einmal in einer richtig romantischen Komödie spielen. Das ist das einzige Genre, in dem mich Hollywood bisher nicht haben wollte", sagte Russell im Interview.

    Von AP-Korrespondent Wolfgang Hübner

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