40.000
  • Startseite
  • » Kritik: Komödie mit bewährten Zutaten
  • Kritik: Komödie mit bewährten Zutaten

    Hamburg (dpa) - Vier Dinge, so scheint es bisweilen, braucht die Romanze: Zwei Liebende, ein Happy-End und - die Straßen von New York. Nach diesem Rezept wurden bereits in Filmen wie "Frühstück bei Tiffany", "Die große Liebe meines Lebens" und "Harry und Sally" herrliche Gerichte zusammengestellt.

    "Kein anderer Ort der Welt eignet sich so für filmische Romanzen wie diese Stadt", hat auch Regisseur Michael Goldenberg erkannt und sein neues Großstadtmärchen "Das Rosenbett" in die Metropole am Hudson River gelegt.

    Dabei zeichnet Goldenberg ein recht sentimentales Stadtbild. Nicht das New York der Straßenfluchten, Wolkenkratzer und gelben Taxis ist Schauplatz seiner anrührenden Liebesgeschichte. Der klassische Workaholic Lisa und der unheilbare Romantiker Lewis kommen sich vielmehr auf den lauschigen Plätzen, in den schmalen Gassen und auf den Dachgärten der Millionenstadt näher.

    Der jungen und attraktiven Lisa (Mary Stuart Masterson) scheint ein guter Geschäftsabschluß weitaus mehr am Herzen zu liegen als das verliebte Kribbeln im Bauch. Sogar am Tag nach dem Tod des Adoptivvaters regiert in ihrem Leben die Routine. Lewis (Christian Slater) hingegen hat der Tod seiner Frau aus einer großen Liebe herausgerissen. Er tauscht seinen Posten an der Börse mit der Ladentheke in einem alten Blumengeschäft und streift abends sinnsuchend durch die Stadt. Als Lewis die weinende Lisa am Fenster ihrer Wohnung sieht, verfällt er ihr und überschüttet sie, zunächst anonym, später offen, mit Blumen.

    Viele scheue Blicke und mehrere tausend Rosenblüten später halten sich die beiden ungleichen Liebenden endlich in den Armen. Doch bevor sie ganz im Sinne des Märchens "glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage" leben können, bringt eine überraschende Wendung das traute Liebesglück durcheinander. Lisa lernt die warmherzige Familie ihres vermeintlichen Traumprinzen kennen, sie wird von Erinnerungen überwältigt und tritt den Rückzug an.

    Wieder eine Liebesgeschichte, wieder ein Happy-End. Doch im "Rosenbett" liegen die beiden modernen Romeo- und Julia-Figuren bei weitem nicht so bequem wie in den bekannten zeitlosen Liebesmärchen der Filmfabrik. Heitere, traurige und teilweise sogar hintersinnige Momente reihen sich aneinander zu einer nicht immer tiefgründigen, aber doch sehenswerten Filmkomödie, in der neben zwei hervorragenden Hauptdarstellern auch die für viele unbekannte Seite New Yorks eine wichtige Rolle übernimmt.

    Von Martin Oversohl, dpa

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst

    Fabian Strunk

    Mail | 0261/ 892 324
    Abo: 0261/9836 2000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Das Wetter in der Region
    Donnerstag

    -1°C - 5°C
    Freitag

    2°C - 6°C
    Samstag

    4°C - 8°C
    Sonntag

    4°C - 8°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    UMFRAGE
    Thema
    Rock am Ring geht zurück

    Das Rockfestival findet 2017 nicht mehr in Mendig, sondern wieder am Nürburgring statt. Was sagen Sie zu diesen Neuigkeiten?

    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Rhein-Zeitung bei Twitter
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!