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  • Kritik: Knete im Kino-Format:

    Wer die Knetmassefiguren "Wallace Gromit" mag, muss diesen Film sehen: "Chicken Run - Hennen rennen" heißt der erste abendfüllende Spielfilm der englischen Aardman-Studios, in dem die Hühner einer Legebatterie um ihre Freiheit kämpfen.

    Anders als bei "Wallace Gromit" hatten die Filmemacher einen großen Etat, denn die Disney-Konkurrenz Dreamworks von Steven Spielberg hat sich an dem Projekt beteiligt. Der Aufwand lohnte: Im Kino gehen die bedrängten Vögel aus Knetmasse dem Zuschauer so sehr zu Herzen, dass es einem den Hals zuschnürt, wenn einer der Stars im Kochtopf landet.

    Darum geht es: Auf ihrem Bauernhof führt Mrs. Tweedy ein grausames Regiment. Die Hennen müssen sich morgens in Reih und Glied aufstellen. Wer die Legequote nicht erfüllt, landet im Kochtopf. Unter der Anführung der Henne Ginger bereiten die Hühner ihre Flucht vor. Im Stil der Flucht aus Gefangenenlagern versuchen sie zu türmen: Durch Tunnel, in Verkleidung, per Katapult über den Zaun oder versteckt. Doch die Wachhunde der Bäuerin sind auf dem Posten, die Hühner werden entdeckt, Ginger landet jedes Mal in Einzelhaft - in einer Kohlenkiste.

    Doch dann wendet sich die Lage scheinbar zum Besseren: Der Hahn Rocky landet mitten in der Hühnerfarm, er ist aus einem Zirkus geflüchtet. Mit den Hennen macht er ein Geschäft: Sie verstecken ihn vor den Leuten vom Zirkus, er lehrt sie dafür das Fliegen. Klar, dass auch Rocky sich nicht in die Lüfte erheben kann, aber bis die Hennen das merken, kann der stolze Hahn sich auf die faule Haut legen. Dramatisch wird die Lage, als die Bäuerin sich entschließt, den ganzen Hühnerbestand zu Frikassee zu verarbeiten. Testhuhn Ginger überlebt nur durch den mutigen Einsatz von Rocky. Nun ist es allerhöchste Zeit für die Flucht.

    In Zeiten von Filmen wie "Matrix" oder "Der Sturm", die ohne Computertricks nicht denkbar wären, wurde "Chicken Run" richtig altertümlich hergestellt: 40 Animatoren haben die Hühner-Figuren aus Knetmasse Bild für Bild geformt und aufgestellt. "Stop Motion" heißt diese mühselige Technik. Obwohl zum Teil an 28 Sets gleichzeitig gedreht wurde, kamen pro Arbeitstag nur zehn Sekunden Film zusammen. 2.000 Kilo Knetmasse wurden in den anderthalbjährigen Dreharbeiten verbraucht. Das Ergebnis ist ein ebenso aufregender wie anrührender Film für Kinder und Erwachsene, der ab 10. August in die Kinos kommt.

    Claus-Peter Tiemann, AP

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