40.000
  • Startseite
  • » Kritik: Kinostart 24. Oktober 1996: "Die Geschichte vom Spitfire Grill"
  • Kritik: Kinostart 24. Oktober 1996: "Die Geschichte vom Spitfire Grill"

    Frankfurt/M (AP) "Die Geschichte vom Spitfire Grill" ist eigentlich die Geschichte von Percy, Hannah und Shelby. Die drei Frauen werden bei der gemeinsamen Arbeit in einem Lokal in der amerikanischen Provinz zu Freundinnen. Percy Talbott, eine junge, mädchenhafte Frau, wird aus dem Staatsgefängnis von Maine entlassen. In dem idyllisch gelegenen Dorf Gilead will sie ein neues Leben beginnen.

    Unter den argwöhnischen Bewohnern machen sofort die wildesten Gerüchte über Percys Vergangenheit und ihre Gefängnisstrafe die Runde.

    Der Sheriff bittet die mürrische Hannah Ferguson, Besitzerin des "Spitfire Grill", die Fremde aufzunehmen. Da Hannah jede Hilfe gebrauchen kann, ist sie einverstanden. Kochen ist allerdings, wie sich herausstellt, nicht gerade Percys Stärke. Deshalb ist die Hilfe der schüchternen Shelby Goddard äußerst willkommen, nachdem die Wirtin sich ein Bein gebrochen hat. In Percy trifft Shelby erstmals auf einen Menschen, der vorbehaltlos an ihre Fähigkeiten glaubt. Die beiden jungen Frauen bringen den "Spitfire Grill" in Höchstform.

    Mit zunehmendem Vertrauen unter den ungleichen Frauen brechen tief gehütete Geheimnisse und alte Wunden auf: die Lebensumstände, die Percy ins Gefängnis führten, die Wahrheit über Hannahs Vergangenheit und die Entdeckung eines geheimnisvollen nächtlichen Besuchers. Der größte Wunsch Hannahs ist es, das Lokal zu verkaufen. Obwohl Percy damit ihre neue Heimat verlieren würde, hat sie die zündende Idee: Hannah soll einen landesweiten Wettbewerb ausschreiben, bei dem sich jeder Teilnehmer mit 100 Dollar als neuer Besitzer bewerben kann.

    Tatsächlich regnet ein Geldsegen über den "Spitfire Grill". Doch dann verschwinden Hannahs Einnahmen auf geheimnisvolle Weise aus dem Safe, und Percy ist nirgendwo aufzufinden. Und am Ende der Geschichte gehen den Bewohnern von Gilead die Augen auf, und plötzlich sehen sie die Welt in einem gänzlich neuen Licht.

    Zwei der Hauptrollen sind mit noch relativ unbekannten jungen Schauspielerinnen besetzt: Alison Elliot ist als Percy Talbott und Marcia Gay Harden als Shelby Goddard zu sehen. Die patente Gastwirtin Hannah Ferguson spielt Ellen Burstyn, die 1974 den Oscar für "Alice lebt hier nicht mehr" bekam. Allen drei Schauspielerinnen gelingt es, die so unterschiedlichen Charaktere völlig überzeugend zu spielen.

    Der Film ist der Kino-Erstling des erfolgreichen Fernsehregisseurs Lee David Zlotoff, der unter anderem Produzent der Serie "Remington Steele" und Schöpfer der Serie "MacGyver" ist. "Die Geschichte vom Spitfire Grill handelt von Wünschen und Sehnsüchten, die jeder Mensch hat, und im Gegensatz dazu von Intoleranz und Angst", erklärt der Regisseur. Nach Ansicht von Kritikern ist Zlotoff ein poetischer, bewegender und handwerklich gekonnt gemachter Film gelungen, der emotionsgeladen ist, aber nicht ins Rührselige abgleitet. Beim Sundance-Filmfestival, das als Talentschmiede des amerikanischen Kinos gilt, gewann er in diesem Jahr den Publikumspreis.

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst

    Redakteur

    Maximilian Eckhardt

    Mail | 0261/892743

    Abo: 0261/98362000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Das Wetter in der Region
    Freitag

    -1°C - 8°C
    Samstag

    -3°C - 4°C
    Sonntag

    -4°C - 3°C
    Montag

    -4°C - 3°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    UMFRAGE
    Thema
    Umfrage: Feiertagsruhe

    Ist es noch zeitgemäß, an etlichen Feiertagen Musik-, Sport- und Tanzveranstaltungen zu verbieten?

    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Rhein-Zeitung bei Twitter
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!