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  • HamburgKritik: Kinostart 15. Februar: Basic Instinct II heißt "Jade"

    Die Villa in San Francisco kommt einem bekannt vor und auch der Stoff ähnelt dem 1992er Kassenschlager "Basic Instinct". Kein Zufall, schließlich stammt das Drehbuch aus der gleichen Feder: Joe Eszterhas hat wieder zugeschlagen und führt die Kinogänger mit dem Erotik-Thriller "Jade" in die Abgründe einer Mixtur aus exzessivem Sexualverhalten, grauenhaften Morden und mysteriösen Hobbies der High Society. Geld und Politik scheinen den Ton anzugeben, wenn Callgirls und Multimillionäre sterben müssen.

    Doch im Gegensatz zu "Basic Instinct" ist schon die Besetzung mit Linda Fiorentino ("Die letzte Verführung"), David Caruso ("NYPD Blue") und Chazz Palminteri ("Bullets Over Broadway") eher zweite Garnitur. Regisseur William Friedkin, immerhin für "French Connection" "Oscar"-dekoriert, und durch "Der Exorzist" ein ausgewiesener Experte für Gänsehaut und kalte Schauer, hat das prüde Amerika wieder mit Körper-Kino konfrontiert.

    Ein junger Staatsanwalt ermittelt im Mordfall an einem Multimillionär, zieht alsbald den Haß des kalifornischen Gouverneurs auf sich und muß schließlich gegen eine Freundin als Hauptverdächtige ermitteln. Zeugen werden auf unschöne Weise beseitigt, Videos mit ausgiebigen Schlafzimmereinblicken befriedigen den Anspruch des Films, ein Erotik-Thriller zu sein.

    Staatsanwalt Corelli (Caruso) jagt im chinesischen Viertel einem Phantom namens "Jade" nach. Die Verfolgungsjagden - natürlich per Auto - kosten mehr Opfer als der unbekannte Killer dahinrafft, und der Schurke entkommt obendrein noch. Doch die Staatsaffäre, die Corelli in dem Sumpf aus Politik, Sex und Geld vermutet, hat recht banale Ursachen. Sein Freund Matt (Palminteri) hat die Morde begangen - Motiv Eifersucht.

    Seine Partnerin hatte aus Spaß am Sex noch andere Männer frequentiert. Wie bei "Basic Instinct" und unzähligen anderen US-Streifen der Sparte Körper-Kino bleibt die Botschaft gleich: Seitensprünge machen zwar viel Spaß, sind aber leider lebensgefährlich. Spätestens mit "Jade" wird der Kinogänger bald wissen, daß das auch für Frauen gilt.

    Von Frank Christiansen, dpa

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