40.000
  • Startseite
  • » Kritik: Kinohit nach Fernseh-Vorbild
  • Kritik: Kinohit nach Fernseh-Vorbild

    Frankfurt/M (AP) Natürlich wird der Spionage-Thriller "Mission: Impossible" auch in Deutschland erfolgreich sein. Der Film, der in den USA über 170 Millionen Dollar in die Kinokassen gespült hat, hat mit Hauptdarsteller Tom Cruise einen Weltstar und mit Regisseur Brian de Palma einen Könner seines Fachs zu bieten.

    Auch die Mitwirkung bekannter europäischer Schauspieler wie der Französin Emmanuelle Beart und der Engländerin Vanessa Redgrave sind von Vorteil. Das größte Plus des Films ist jedoch, daß er auf der auch in Deutschland legendären TV-Serie "Kobra, übernehmen Sie" basiert.

    Zwar ist es schon etliche Jahre her seit dem internationalen Erfolg der in Originalfassung "Mission: Impossible" betitelten Serie. Doch auf die positive Erinnerung daran sowie auf das bewährte dramaturgische Konzept kann der mit großem Aufwand gedrehte Kinofilm aufbauen. Paula Wagner, die zusammen mit Cruise den Film produziert hat, streitet das nicht ab: "Schon seit Jahren wurde versucht, eine passende Umsetzung für das Kino zu finden. Es spielte keine Rolle, daß die Idee vom Fernsehen kam. Im Gegenteil: Es kann ein großer Vorteil sein, denn die Leute kennen die Titelmelodie, das Konzept und die Idee. Und sie sind große Fans, und zwar weltweit."

    Natürlich bewegt sich die Kinofassung nicht mehr im Agentenmilieu der sechziger Jahre wie "Kobra, übernehmen Sie". Der kalte Krieg ist schließlich vorüber, die Frisurenmode hat auch gewechselt, und das technische Spielzeug ist ungleich faszinierender geworden. So ist dann auch eine CD-ROM mit dem Verzeichnis weltweit aller US-Agenten das Ziel vieler Begehrlichkeiten in dem Film. Der Kampf um die kleine Silberscheibe reißt etliches Filmpersonal in den Tod, bietet aber dem Hausfrauenschwarm Cruise Gelegenheit zum Glänzen mit geradezu artistischen Einlagen.

    "Mission: Impossible" zeigt solide Action, attraktive Schauplätze wie Prag und London und als besondere Sensation einen brillant inszenierten wie fotografierten Einbruch in den von Hochsicherheitstechnik geschützten Computerraum des CIA-Hauptquartiers. Doch trotz der hochkarätigen Schauspieler gewinnt keine der Filmfiguren so recht Kontur oder gar Eigenleben, auch die Überraschungen in der Handlung sind absehbar. Einzig Vanessa Redgrave gestaltet ihren Part als Waffenhändler Max zu einem kleinen Kabinettstück reifer Darstellungskunst.

    Hingegen kann die schöne Emmanuelle Beart in keiner Einstellung ihr Können zeigen, das Drehbuch gönnt ihr noch nicht einmal eine aufregende Liebesszene mit Cruise, der in der Heldenrolle zu schmalbrüstig wirkt. Aber ein Star, dessen Filme im letzten Jahrzehnt mehr als zwei Milliarden Dollar eingespielt haben, muß nicht unbedingt überzeugend spielen, er muß einfach nur dabei sein. Nach dem großen Erfolg von "Mission: Impossible" leuchtet der Stern von Cruise heller denn je. Und offenbar hat er großen Spaß an seiner neuesten Rolle gewonnen: "Ich finde, als Produzent habe ich meinen Job erledigt. Das war die Feuerprobe."

    Von AP-Korrespondent Wolfgang Hübner

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst

    Redakteur

    Maximilian Eckhardt

    Mail | 0261/892743

    Abo: 0261/98362000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Das Wetter in der Region
    Samstag

    -3°C - 4°C
    Sonntag

    -5°C - 2°C
    Montag

    -3°C - 2°C
    Dienstag

    -2°C - 4°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    UMFRAGE
    Thema
    Umfrage: Feiertagsruhe

    Ist es noch zeitgemäß, an etlichen Feiertagen Musik-, Sport- und Tanzveranstaltungen zu verbieten?

    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Rhein-Zeitung bei Twitter
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!