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  • Kritik: KinderAction

    Star-Regisseur Robert Rodriguez als Vater zu haben, muss schon ziemlich cool sein. Während gewöhnliche Eltern mit ihren Kindern höchstens ein Heimvideo zusammen drehen können, wird in der Rodriguez-Familie gleich ein vor Spezialeffekten strotzender Kinofilm daraus - und auch noch in 3D.

    Die «Abenteuer von Shark-Boy und Lava-Girl», in denen ein verträumter Junge plötzlich in seiner Fantasiewelt landet, dachte sich Multitalent Rodriguez zusammen mit seinem damals erst siebenjährigen Sohn Racer aus - und die ganze Familie half mit.

    In dem Film versucht ein scheinbar ganz gewöhnlicher Junge Namens Max, vor seinen Problemen in der Schule und der bröckelnden Ehe seiner Eltern in eine Traumwelt zu fliehen. Er denkt sich den Planeten Drool aus, eine perfekte Kinder-Welt mit Achterbahnen und Karussells und einem Milchstrom mit Riesen-Schokokeksen. Auf dem Planeten wohnen Shark-Boy, ein rauflustiger Junge mit Haifischflossen und ebenso spitzen Zähnen, und Lava

    -Girl, ein mit echtem Feuer erfülltes Mädchen mit rosa Haaren. Seit einiger Zeit hat Max das Gefühl, von seinen imaginären Freunden besucht zu werden. Da sind Flossen-Spuren auf dem Teppich, Haifisch-Zahnabdrücke und wie von einer Feuerhand verbrannte Kekse. Doch die Eltern glauben ihm nicht, die Kinder in der Schule hänseln ihn als Spinner und sein bodenständiger Lehrer Mr. Electricidad findet, Max sollte weniger Träumen. Doch eines Tages durchbrechen Shark-Boy und Lava-Girl die Wand seines Klassenzimmers und rufen Max zur Hilfe: Eine rätselhafte Dunkelheit droht den Planeten Drool auszulöschen, und nur er könne seine Traumwelt retten.

    Die Geschichte nahm ihren Anfang, als er mit seinem Sohn im Swimmingpool Haifisch-Junge und Haifisch-Papa spielte, erinnert sich Rodriguez. «Racer Max sagte, lass uns einen Film über Shark-Boy drehen, und ich dachte, cool, warum nicht.» Wochenlang dachten sich die beiden fortan die Geschichte aus, auch die beiden anderen Kindern Rocket und Rebel steuerten Ideen bei und bekamen kleine Rollen. Mutter Elizabeth Avellan kam als Produzentin dazu, beide Eltern, die als Team schon drei «Spy-Kids»-Kinderfilme gedreht hatten, genossen die Abwechslung nach der Arbeit am gewalttrunkenen Comic-Meisterwerk «Sin City

    ». Heraus kam eine unterhaltsame und bewusst naive Geschichte über die Macht der Träume und den Mut zum Handeln, die vor allem für Kinderaugen bestimmt ist. Über die Qualität der 3D-Effekte lässt sich unterdessen streiten. Das rote Glas der im Kino ausgehändigten Brille erscheint zu dunkel, die Farben des Films neigen zum Grauton und auch Gegenstände, die wie üblich dem Publikum entgegenfliegen sollen, wollen sich nicht so recht von der Leinwand lösen. Nach etwas Gewöhnung sehen die Augen jedoch ein durchaus akzeptables dreidimensionales Bild.

    3D-Bilder, zu denen Rodriguez auch schon im dritten Teil von «Spy Kids» griff, sind in Hollywood im Kommen. So nahm der «Polar-Express» im vergangenen Jahr in der dreidimensionalen Fassung deutlich mehr Geld ein als die traditionelle Version. Und Disney ließ zuletzt den kommenden Animationsfilm «Himmel und Huhn» schnell auch noch in 3D konvertieren.

    dpa

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