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  • Kritik: Kilmer und Sorvino verlieben sich

    Die wahre Geschichte eines Liebespaares diente als Vorlage: "Auf den ersten Blick" erzählt eine Lovestory vor einem interessanten medizinischen Hintergrund.

    Die beiden Hauptrollen übernahmen die Oscar-Gewinnerin Mira Sorvino und Ex-"Batman" Val Kilmer. Was passiert, wenn ein bisher blinder Mensch nach einer erfolgreichen Operation die Augenbinde abnimmt? Diese Frage liegt dem Drehbuch von Oliver Sacks zugrunde.

    Dem mit einem Oscar prämierten Kameramann John Seale gelingt die optische Umsetzung der Antwort, ohne daß die Technik zu sehr in den Vordergrund gerückt wird. Er findet Bilder, die dem Kinozuschauer diesen Moment vermitteln. Solche Szenen bilden den sehenswerten Kern von "Auf den ersten Blick". Drumherum inszenierte Irwin Winkler eine Liebesgeschichte im Hollywood-Stil. Die erfolgreiche gestreßte Architektin Amy Benic (Sorvino) lernt beim Wellness-Kurzurlaub den attraktiven Virgil Adamson (Kilmer) kennen. Er ist ein guter Zuhörer, ein anregender Gesprächspartner und verdient sein Geld mit einem besonderen Talent - er ist Masseur und berühmt für seine außerordentliche Sensibilität.

    Amy hat sich schon in ihn verliebt, als sie bemerkt, daß Virgil blind ist. Die Besonderheiten der sich entwickelnden Beziehung darf der Zuschauer leider nicht für sich allein entdecken, die Dialoge stellen Offenkundiges ein zweites Mal heraus. Virgil ist ein positiver Mensch und führt ein zufriedenstellendes Leben. Sein hintersinniger Humor blitzt durch, wenn er sich wünscht, wie Stevie Wonder singen zu können oder Sätze wie "Ich bin ganz Ohr" von sich gibt. Und er verblüfft Amy damit, daß er durch Regen die Dimension eines Gebäudes erkennen kann. Virgil zeigt offen seine Gefühle und ist damit völlig anders, als Amys Ex-Mann, der nur dann weinen kann, wenn er seinen Steuerbescheid sieht.

    Amy, die es gewohnt ist, nach Perfektion zu streben, schlägt ihrem Geliebten vor, sich von einem Spezialisten operieren zu lassen. Der gutgemeinte Rat wird zum dramatischen Wendepunkt ihrer Beziehung. Liebt sie ihn nicht so wie er ist? Aus seinem sicheren sozialen Umfeld zieht Virgil mit ihr nach New York. Nach dem geglückten Eingriff kann er zwar sehen, muß aber wie ein Kind lernen, diese visuellen Eindrücke zu verarbeiten. Und nach all dieser Mühsal holt ihn die Krankheit schließlich wieder ein - Belastungen, unter denen sich die Liebe von Amy und Virgil beweisen muß. Autor Sacks knüpft mit "Auf den ersten Blick" an seinen ersten großen Erfolg "Zeit des Erwachens" mit Robert De Niro an.

    Silke Weiss, dpa

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